"Fahrt uns durch die Deckn": Kogler platzt der Kragen

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) befürchtet, dass die Coronazahlen und Intensivzahlen durch die Decke gehen.
Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) befürchtet, dass die Coronazahlen und Intensivzahlen durch die Decke gehen.HERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com
Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) hat außerordentlich deutlich neue Corona-Regeln in Aussicht gestellt, sonst fahre die Pandemie "durch die Deckn".

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) reicht es: Wie er am Donnerstag am Rande eines Pressetermins bekannt gab, werde es bei steigenden Intensivzahlen weitere Corona-Maßnahmen geben, um die Entwicklung einzudämmen. Fix sei auch, dass diese vor allem Ungeimpfte treffen werden. So betonte Kogler, "wenn weitere Schritte stattfinden, dass eine Differenzierung zwischen Geimpften und Ungeimpften stattfinden wird", denn "sonst fahrt uns das durch die Deckn".

"Hauptziel ist, die Freiheit der Geimpften zu schützen, aber gleichzeitig auch das Gesundheitssystem", so Kogler, der damit bereits einen Tag nach den Corona-Verschärfungen in Österreich weitere Maßnahmen ankündigte. Zwei Details nannte der Grünen-Chef bereits: Einerseits solle viel stärker auf PCR-Tests gesetzt werden, weil diese verlässlicher seien, andererseits behalte man sich vor, bei den Coronatests generell die Zeit der Gültigkeit zu verkürzen.

Stufe 1 bereits in Kraft

Das alles ändere aber nichts am 3-Stufen-Plan der Regierung, so Kogler. Man werde die Lage weiter eingehend beobachten und wöchentlich mit einem Expertengremium über die Situation beraten. Bereits am Mittwoch ist die ersten Stufe des Stufenplans aktiviert worden: Antigen-Tests sind damit nur mehr 24 Stunden lang gültig, zudem gibt es eine FFP2-Maskenpflicht statt der derzeitigen Mund-Nasen-Schutz-Regelung.

FFP2 gilt überall, wo derzeit der Mund-Nasen-Schutz reicht, etwa in Geschäften des täglichen Bedarfs oder in den Öffis. Eine FFP2-Empfehlung gibt es für den Handel für Geimpfte, Ungeimpfte müssen FFP2 überall tragen – auch das kontrolliert die Polizei. 3G-Regeln werden zudem bei Veranstaltungen ab 25 Personen fällig.

Das bringen Stufe 2 und 3

Stufe 2 tritt sieben Tage nach der Überschreitung der 15-Prozent-Marke bei Intensivbetten in Kraft. Nachtgastronomie und Co. sowie Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze für über 500 Personen müssen die 2G-Regel genesen/geimpft umsetzen – Sperre für Ungeimpfte und Getestete! Außerdem verlieren Antigentests mit Selbstabnahme, bekannt als sogenannte "Wohnzimmertests", ihre Gültigkeit in 3G-Bereichen.

Stufe 3 aktiviert sich bei einer 20-prozentigen Auslastung der Intensivbetten mit Corona-Patienten. Auch sie tritt sieben Tage nach dem Erreichen der Schwelle in Kraft. Überall, wo bisher 3G (geimpft, getestet oder genesen) galt, haben nur noch Geimpfte, Genesene und Personen mit einem PCR-Testergebnis Zutritt. Alle anderen Tests werden nicht mehr akzeptiert.

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