Strenge Kontrollen – bald Strafen für E-Scooter-Rowdys

E-Scooter-Fahrer in Wien (Symbolbild)
E-Scooter-Fahrer in Wien (Symbolbild)HANS KLAUS TECHT / APA / picturedesk.com
Wien will die Regeln für E-Scooter verschärfen. Künftig könnte das Fahrverhalten der Nutzer strenger beobachtet werden

In Wien, Linz und Innsbruck gehören die E-Scooter zum Verkehrsbild dazu. Ungeübte Fahrer sorgen aber vielerorts für Konflikte. Auch ärgern sich viele Wiener über Scooter, die einfach am Gehsteig herumliegen und Fußgänger behindern. Wien will daher die Regeln verschärfen, berichtet das "Ö1-Morgenjournal".

Die Stadt arbeitet diesbezüglich an neuen Konzepten. Ende August soll es mit Verleihern und Wirtschaftskammer einen runden Tisch geben.

Sperre des Accounts bei aggressivem Fahrverhalten

Anbieter der E-Scooter wollen sich das Fahrverhalten der Nutzer genauer ansehen. "Wenn Fahrer wiederholt aggressiv unterwegs sind, etwa am Gehsteig oder gegen die Einbahn fahren, bekommen sie einen Safety Score. Bei mehrfachen Wiederholungen kann es bis zur Sperre des Accounts kommen", sagt Laurenz Vavrovsky vom Anbieter LINK.

Verkehrsforscherin Barbara Laa sieht die Konflikte rund um die Leih-E-Scooter darin begründet, dass für jene Verkehrsteilnehmer zu wenig Verkehrsflächen zur Verfügung stehen, da Scooter-Fahrer die Infrastruktur von Radfahrern und Fußgängern nutzen.

Verkehrsflächen umwidmen

Sie plädiert dafür mehr Flächen für die umweltfreundlichen Verkehrsmittel zur Verfügung zu stellen. "Zwei Drittel der Verkehrsflächen in Wien stehen für Fahrbahnen und Parkplätze zur Verfügung. Die anderen Flächen müssen sich die anderen teilen. Für die Reduktion des Autoverkehrs müssen Flächen umverteilt werden", so Verkehrsplanerin von der TU Wien.

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