Fahrverbot für Fiaker bei Glatteis!

Mehrere Tierschutzorganisationen wollen durchsetzen, dass bei Glatteis ein Fahrverbot für die Wiener Fiaker besteht. Außerdem wollen sie weitere Winterregeln umgesetzt sehen. Das Veterinäramt und die Fiakerbetreiber sehen dazu aber keine Notwendigkeit.

Nicht nur sei die Rutschgefahr für die Pferde und Touristen gefähtlich. Elisabeth Sablik vom Verein gegen Tierfabriken (VGT) glaubt, dass das Streusalz auf den Straßen für die Tiere ungesund sei - genauso wie für Hunde. Sie fordert deshalb ein Fahrverbot der Fiaker bei Glatteis.
Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten bläst ins selbe Horn und wünscht sich Einschränkungen für den Fiakerbetrieb im Winter. Die Tierschützer möchten außerdem, dass Pferde, die nach einer Fahrt geschwitzt haben, mit trockenen Decken abgedeckt werden sowie auf dem Standplatz stets temperiertes Wasser zum Trinken und Zugang zu Raufutter bekommen.

Prinzipiell wünschen sich sowohl Vier Pfoten als auch der VGT, dass es künftig ein generelles Fiakerverbot in Wien gibt.

Wenig Verständnis für die Forderungen zeigt Fiakerin Martina Michelfeit, stellvertretende Branchensprecherin in der Wiener Wirtschaftskammer. „Wir haben unsere Pferde gut zwanzig Jahre im Einsatz, und es ist nicht leicht, ein Pferd auszubilden. Wir werden uns daher hüten, sie dem Erfrierungstod oder einer Gefahr auszusetzen“, so Michelfeit gegenüber dem ORF.

Die Pferde hätten ein dickes Winterfell und kämen mit der kalten Jahreszeit gut zurecht. Auf dem Standplatz würden sie eingedeckt, wenn es regnet, bekämen sie einen Regenmantel.

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