Niederösterreich

Fahrverbot ignoriert: Paketdienst steckte auf Weg fest

In Neulengbach (Bezirk St. Pölten-Land) wollte der Lenker eines Kastenwagens über einen schmalen Spazierweg fahren, stürzte beinahe ab. 
19.06.2022, 11:50

Der Viaduktweg, von Anrainern auch "Scharf-Wegerl" genannt, in Neulengbach ist ganz offensichtlich nicht für Autos gedacht. Nur etwas mehr als einen Meter breit, sehr steil und direkt neben einer noch steileren und nach oben hin sehr hohen Böschung. Das alles war am Freitag dem Lenker eines Kastenwagens offenbar egal. 

Er ignorierte das Fahrverbot, fuhr den ganzen Weg nach oben, bis er dort einsehen musste, dass dieser eben nicht für seinen Wagen vorgesehen war, eine Umkehr war aber quasi unmöglich. Zu allem Überdruss geriet der Ford Transit dann auch noch so weit nach rechts, dass er beinahe über die eingangs erwähnte steile Böschung mehrere Meter abzustürzen drohte. 

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Feuerwehr musste helfen

Gegen 15:30 Uhr wurde dann die Freiwillige Feuerwehr Neulengbach-Stadt zur Fahrzeugbergung alarmiert. "Zur Erkundung musste der Einsatzleiter zum Einsatzort rund 160 Meter auf dem Weg, der eigentlich nur für Fußgänger gedacht und dementsprechend dimensioniert ist, zu Fuß zurücklegen", berichten die Florianis.

Als erstes wurde das Fahrzeug dann gegen weiteres Abrutschen und Umkippen mittels zweier Greifzüge gesichert. Weiteres technisches Gerät musste mittels altbewährter Scheibtruhen und Sackrodeln zum Einsatzort gebracht werden. Nachdem die logistischen Herausforderungen gelöst waren, musste der Transporter mittels Hebekissen in kleinen Schritten soweit angehoben und mit Paletten und Unterbaumaterial unterbaut werden, bis es möglich war, ihn wieder sicher auf den Weg zu fahren.

"Nach der mühevollen, weil nur mit technischem Know-how und Muskelkraft durchzuführenden dreistündigen Bergung, wurden wieder alle Gegenstände auf die Einsatzfahrzeuge aufgepackt und eingerückt", heißt es abschließend im Feuerwehrbericht.