Am Samstagnachmittag riefen die "Fairdenker" erneut zu einer Demonstration in Wien auf. Rund 300-400 Teilnehmer versammelten sich am Heldenplatz, danach zogen die Demonstranten über den Ring.
Die aus den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen entstandene "Fairdenken"-Bewegung demonstriert auch nach dem Fallen aller Restriktionen noch regelmäßig in mehreren Städten.
Die Inhalte sind mittlerweile andere: Für die Neutralität, ein komplettes Abriegeln aller Grenzen, gegen die Russland-Sanktionen oder der Kampf gegen Pädophilie. Am Samstag gingen die Teilnehmer für den Frieden auf die Straße und forderten etwa: "Waffen nieder in der Ukraine und in Russland".
Wegen der Demonstration konnten aber einige Öffi-Linien am Samstag nur eingeschränkt fahren. In der Innenstadt wurde die Linie U2z am Nachmittag eingestellt, berichten die Wiener Linien auf ihrer Website. Die Linie D fährt nur zwischen Nußdorf und Börse sowie zwischen Schwarzenbergplatz und Absberggasse.
Die Linie 1 wird in beiden Richtungen zwischen Hintere Zollamtsstraße und Kliebergasse über die Linien O und 18 umgeleitet. Die Linie 71 fährt nicht zwischen Schwarzenbergplatz und Börse und die Linie 2 fährt nicht zwischen Ring, Volkstheater U und Taborstraße/Heinestraße.
Ab der Heinestraße werden die Züge zum Praterstern S U umgeleitet. Die Linien 2A sowie 3A wurden eingestellt. Die Linie 74A fährt zwischen St. Marx S und Landstraße - Wien Mitte S U.
Öffi-Nutzer sollen laut Wiener Linien auf die U-Bahnen ausweichen. Das Störungsende ist derzeit nicht absehbar.