"Sex-Tagebuch": Lehrerin jetzt endgültig suspendiert

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Obwohl die ermittelnde Staatsanwaltschaft zu dem Schluss kam, dass der Ex-Freund von Ilse R. die schmutzige Sex-Beichte aus Rache verfasst hatte, bleibt die Pädagogin suspendiert.

Vor knapp fünf Wochen sprach der burgenländische Landesschulrat eine einstweilige Suspendierung der AHS-Lehrerin aus Oberpullendorf aus. Der Vorwurf: Sie soll ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Nach einer Prüfung ist diese nun endgültig, wie der Vorsitzende der damit befassten Disziplinarkommission, Michael Fresner, gegenüber dem "ORF Burgenland" bestätigte.

Ilse R. (57) war aus dem Unterricht genommen worden, als im Internet ein 120 Seiten langes Fake-"Sex-Tagebuch" auftauchte, das detailreich Sex-Eskapaden – auch innerhalb des Schulgebäudes –beschreibt und die Pädagogin als liebeskrank und unersättlich darstellt – samt Foto der "Autorin".

"Das war ganz klar ein Racheakt", klagt die Lehrerin. Das "Sex-Tagebuchs" war von ihrem Ex-Lebensgefährten (53) als Rache für die Trennung verfasst worden, der Inhalt frei erfunden – zu diesem Schluss kam auch die ermittelnde Staatsanwaltschaft. "heute.at" berichtete.

Wie es jetzt für die Pädagogin weitergeht ist noch unklar. Bis sie ihr beflecktes Ansehen wieder rein waschen kann, beziehungsweise ein Gericht ein rechtskräftiges Urteil fällt, erhält sie wegen der Suspendierung de jure nur zwei Drittel ihres monatlichen Gehalts. Unabhängig davon welches Ende das Verfahren schließlich nimmt, das Leben der 57-Jährigen wurde durch die Anschuldigungen für immer auf den Kopf gestellt: "Ich werde niemals an diese Schule zurückkehren", so Ilse R.. (red)

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