Im Mordfall rund um die 14-jährige Celeste Rivas Hernandez kommen vor Gericht immer mehr erschütternde Details ans Licht. US-Rapper D4vd (21) muss sich derzeit wegen des Todes der Jugendlichen verantworten.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die damals 14-Jährige im April 2025 getötet zu haben. Das Motiv laut Anklage: Er soll befürchtet haben, dass eine Schwangerschaft seine Karriere zerstören könnte.
Am vierten Tag der Voranhörung präsentierte die Anklage mehrere Chatnachrichten, die laut Staatsanwaltschaft die Beziehung zwischen dem damals deutlich älteren Musiker und dem Mädchen dokumentieren und Manipulation sowie Missbrauch belegen sollen. Der 21-Jährige selbst äußerte sich vor Gericht weiterhin nicht.
Ein Ermittler verlas dabei eine Nachricht, die Celeste Ende November 2023 im Alter von nur 13 Jahren an den Rapper geschickt haben soll. Darin schrieb sie, sie habe Angst, schwanger zu sein. Laut Detective Corey Farrell habe D4vd sie daraufhin aufgefordert, ihren Menstruationszyklus mithilfe einer App zu verfolgen.
Wie Farrell weiter erklärte, habe Celeste Anfang Jänner 2024 eine Abtreibung gehabt. Anschließend soll der Musiker ihr unter anderem geschrieben haben: "Ich liebe dich." Besonders eine weitere Nachricht sorgte im Gerichtssaal für Aufsehen. Seine Mutter habe ihn demnach gefragt, ob das ungeborene Kind von ihm gewesen sei. Celeste antwortete darauf: "Natürlich ist es deins, David."
Zusätzlich zu den Chatverläufen legte die Staatsanwaltschaft Fotos vor, die laut Anklage den Missbrauch dokumentieren sollen. Die Aufnahmen stammen den Ermittlungen zufolge vom Handy des Rappers, das bei einer Hausdurchsuchung sichergestellt wurde.
Auch Gerichtsmediziner Dr. Grant Ho sagte am Freitag aus und schilderte die Ergebnisse der Obduktion. Demnach erlitt Celeste vor ihrem Tod zwei schwere Verletzungen, eine im rechten Unterbauch und eine im Brustbereich.
Die Verletzung im Bauch sei durch das Eindringen eines scharfen Gegenstands verursacht worden und habe die Leber des Mädchens durchbohrt. Die Verletzung im Brustbereich könne laut dem Gerichtsmediziner auch von einem Schuss stammen.
Nach Angaben des Gerichtsmediziners war die Verletzung im Brustbereich tödlich, da dadurch Luft in den Brustkorb eindringen konnte. Die schwere Leberverletzung führte zudem zu massiven inneren Blutungen.