Fall Liensberger: Ski-Firma fliegt aus Austria Ski Pool

Katharina Liensberger
Katharina LiensbergerBild: GEPA-pictures.com
Nur zwei Tage vor dem Weltcup-Auftakt der Alpinen in Sölden geht der Material-Streit rund um Katharina Liensberger in die nächste Runde. Ihre Wunsch-Skifirma Kästle fliegt aus dem Ski Pool.
Die Rückkehr von Kästle in den Ski-Weltcup hat – zumindest im ÖSV – ein Ablaufdatum. Der für das Material im ÖSV zuständige Austria Ski Pool löste den Vertrag mit der Vorarlberger Skifirma mit April 2021 auf.

Damit dürfen österreichische Athleten ab diesem Zeitpunkt nicht mehr mit Kästle-Ski fahren. Dass sich ein ÖSV-Star nun zu einem Materialwechsel auf die Vorarlberger Skifirma einlässt, ist wohl ausgeschlossen. "Vorarlberger Rennski sind nun offenbar seitens des Austria Ski Pool für ÖSV-Athleten nicht mehr erwünscht, das bedauern wir sehr", erklärte Kästle-Sprecher Philipp Giselbrecht am Donnerstag.

Der Rauswurf des Unternehmens aus dem Austria Ski Pool ist nur der nächste Tiefpunkt im Materialstreit rund um die 22-jährige Vorarlbergerin Katharina Liensberger. Die Technikerin wollte Kästle beim Weltcup-Comeback nach 22 Jahren zu neuen Erfolgen führen. Das scheiterte allerdings an den Schuhen.

CommentCreated with Sketch.5 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Rossignol, Liensbergers frühere Ski-Firma, erlaubte der 22-Jährigen nicht, wie bisher Lange-Schuhe zu verwenden, da diese zum französischen Ski-Unternehmen gehören. Eine Lösung mit Dalbello scheiterte, weil das Unternehmen erst in der kommenden Saison ein rennfähiges Paket schnüren hätte können.

Eine vom ÖSV und Präsident Peter Schröcksnadel angepeilte Lösung sah vor, dass Liensberger weiter mit Rossignol-Ski fährt, doch die Technikerin reichte den unterschriebenen Vertrag nicht bis Mittwochnachmittag beim Ski Pool ein. Deshalb wurde Liensberger auch aus dem Weltcup-Aufgebot für den Riesentorlauf in Sölden am Samstag gestrichen. Das Problem dabei: Liensberger will nur für ein Jahr unterschreiben, Rossignol besteht auf einem Zweijahresvertrag. Bis zum 15. November läuft eine Nachfrist, kann Liensberger noch einen Vertrag einreichen.

Von Rossingol selbst kommen mittlerweile auch klare Ansagen in Richtung Liensberger. "Die Entscheidung liegt bei ihr, von unserer Seite wird nicht verhandelt. Wir können auch ohne Liensberger leben", erklärte Renndirektor Stephane Mougin. Stars sind schließlich Henrik Kristoffersen oder Christof Innerhofer.

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