Fallschirmspringer am Feld! Deutschland-Spiel verzögert

Der Fallschirmspringer im Stadion
Der Fallschirmspringer im StadionReuters
Aufregung vor dem Anpfiff! Vor dem EM-Kracher zwischen Deutschland und Frankreich kam es zu einer Störaktion.

14.000 Fans fieberten in der Münchner Allianz Arena dem ersten großen Hit der Endrunde entgegen. Zunächst verlief auch noch alles ohne Probleme. Die beiden Teams kamen pünktlich aus der Kabine, die Nationalhymnen wurden ohne Zwischenfälle abgespielt.

Dann wollte Schiedsrichter Carlos del Cerro Grande gerade das Match anpfeifen, als es zu einer unerwarteten Aktion kam. Ein Motor-Falschirmspringer senkte sich ins Stadion, landete mit einigen Problemen unmittelbar neben dem Spielfeld. Er soll sogar einen Zuschauer in den vorderen Reihen touchiert haben. "Kick Out Oil", war auf seinem Schirm zu lesen. Es handelt sich offenbar um eine Aktion von Greenpeace.

Die internationale Bildregie tat wie immer ihr Möglichstes, den Zwischenfall nicht ins Bild zu rücken. Bilder vom Vorfall gibt es aber dennoch. Die Aktion war allerdings so schnell vorbei, wie sie begonnen hatte. Deutschlands Antonio Rüdiger erkundigte sich sogar beim Gleitschirm-Piloten, ob es ihm gut gehe. Dieser wurde zügig aus dem Stadion geführt. Das Spiel wurde mit nur wenigen Sekunden Verzögerung angepfiffen, die Spieler und die Fans nahmen es gelassen.

Doch der Vorfall hatte ein Nachspiel: Wie sich später herausstellte, wäre der Gleitschirm-Pilot beinahe auf die Tribüne gestürzt. Er ramponierte auch Stadion-Technik und verletzte Menschen. Polizeisprecher Andreas Franken erklärte der "Bild": "Bei seinem Landeanflug hat der Pilot zwei männliche Personen verletzt. Die Verletzten sind aktuell in Münchner Krankenhäuser gebracht worden und werden medizinisch versorgt. Nach unserem aktuellen Stand haben beide eine Kopfverletzung."

Greenpeace erklärte später, die Aktion habe sich gegen Auto-Konzern Volkswagen gerichtet – und entschuldigte sich auf Twitter: "Dieser Protest hatte nie die Absicht das Spiel zu stören oder Menschen zu verletzen. Leider ist bei dieser Aktion nicht alles nach Plan gelaufen."

Ein Greenpeace-Sprecher erklärte im deutschen TV: "Der Pilot wollte gar nicht ins Stadion. Er wusste, dass es zu gefährlich ist." Stattdessen sollte er "nur einen gelben Ball mit der Botschaft fallen lassen."

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