Falsch geparkt – Grazerin sitzt in Griechenland fest

Nea Kallikratia liegt in der griechischen Region Chalkidiki
Nea Kallikratia liegt in der griechischen Region ChalkidikiBild: WikimediaCommons/Ilya Schurov, CC BY-SA 2.0
Weil die Urlauberin ihren Wagen im Parkverbot abgestellt haben soll, wurden ihr die Kennzeichen abgenommen. Jetzt sitzen die 76-Jährige und ihr Ehemann in Griechenland fest.
"Ich habe schon genug Tränen vergossen", schildert eine 76-jährige Griechenland-Urlauberin aus Graz der Nachrichtenagentur APA. Ihre Situation ist auch zum Weinen: Wegen eines Parkdelikts haben die Behörden auf Chalkidiki ihren Führerschein sowie die Kennzeichen ihres Wagens für mehrere Wochen einkassiert. Jetzt sitzen die gehbehinderte Frau und ihr Mann dort fest, die geplante Abreise mit ihrem Pkw am 19. August ist nicht mehr möglich.

Begonnen hatte die Misere am 20. Juli. Das Paar soll in Nea Kallikratia mit seinem Citroen C4 Picasso eine Behindertenrampe blockiert. Die 76-Jährige ist sich jedoch sicher, dass es dort keine Schilder gab, die darauf hingewiesen hätten: "Es gibt dort lediglich eine Vertiefung im Gehsteig."

Drakonische Strafen

Den Behörden war diese Erklärung aber völlig egal. Die Kennzeichen wurden abgenommen, Führerschein und Zulassung musste die Pensionistin nachliefern. Bis 20. September sollen diese in Polizeigewahrsam bleiben. Eine Katastrophe für das Paar, denn die Rückreise per Autofähre nach Venedig ist längst gebucht und bezahlt. "Meine Medikamente reichen auch nur bis dahin und ich bin gehbehindert. Im Oktober werde ich an der Hüfte operiert", wird die Pensionistin weiter zitiert.

CommentCreated with Sketch.29 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Seitens des ARBÖ konnte dem Paar ein Leihwagen zur Verfügung gestellt werden. Der Automobilklub erklärt, dass etwa seit Mitte 2018 kleinere Verkehrsdelikte wie etwa Falschparken oder Handy am Steuer von den griechischen Behörden mit drakonischen Strafen geahndet werden.

Botschaft vermittelt

Für die beiden Österreicher ein schlimmes Dilemma. Denn beharren die Griechen auf die vollen 60 Tage Fahrzeugstilllegung, müsste die Grazerin die Heimreise mit dem Leihwagen antreten – und ihr Ehemann im September wieder nach Griechenland fliegen um ihren Citroen zu holen.

Alles hängt jetzt davon ab, ob die Vermittlungsversuche österreichischen Botschaft fruchten. Die 76-Jährige ist fassungslos: Seit 25 Jahren würden sie in Nea Kallikratia urlauben, "aber so etwas ist uns noch nie passiert."

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(rcp)

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