Falsche Ärztin arbeitete acht Monate lang im Spital

Die Fake-Ärztin habe zwar eine Uni besucht, die Abschlussprüfung aber nicht bestanden
Die Fake-Ärztin habe zwar eine Uni besucht, die Abschlussprüfung aber nicht bestandenGetty Images
Eine 27-jährige Frau arbeitete seit Januar in einem der größten Spitäler Australiens – bis sich herausstellte, dass sie gar keine Ärztin war.

Sie behandelte Patientinnen und Patienten, machte ihre Runden im Bankstown Hospital von Sydney wie alle anderen Ärztinnen und Ärzte auch. Nur: sie war gar keine Ärztin. Am Dienstag nahm die australische Polizei eine 27-jährige Frau fest, nachdem die Spitalleitung die Behörde alarmiert hatte.

Die falsche Ärztin hatte nach Angaben des Spitals seit Januar dort gearbeitet. Um die Stelle als Assistenzärztin zu bekommen, hatte sie nicht nur fälschlicherweise behauptet, ihr Studium abgeschlossen zu haben, sondern auch gefälschte Dokumente eingereicht. Wie sich nun herausstellte, hatte die 27-Jährige jedoch ihre Abschlussprüfungen an der Uni nicht bestanden.

Unentdeckt trotz ständiger Beobachtung

Wie der australische Sender "7News" berichtet, habe die Spitalleitung nun eine interne Untersuchung eingeleitet. Das Spital stellte allerdings klar, dass die Frau "während ihrer Zeit bei uns unter ständiger Beobachtung stand".

Dennoch ist der Schock unter den Patientinnen und Patienten groß: "Man kann doch nicht von jemandem behandelt werden, der nicht für die Arbeit qualifiziert ist", meinte ein Mann. Die Frau muss sich wegen mehrerer Straftaten vor der Justiz verantworten - unter anderem wegen Betrugs.

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