Falscher Paketdienst wollte Wienerin 100 Euro abknöpfen

Neue Betrugsmasche: Mit diesem echt aussehenden Mail wollte ein falscher Paketdienst 100 Euro von einer Wienerin kassieren, die ein Bett auf Facebook Marketplace zum Verkauf angeboten hatte.
Neue Betrugsmasche: Mit diesem echt aussehenden Mail wollte ein falscher Paketdienst 100 Euro von einer Wienerin kassieren, die ein Bett auf Facebook Marketplace zum Verkauf angeboten hatte.privat
Eine neue Betrugsmasche wäre für Rebecca P. auf einem Kleinanzeigen-Portal beinahe teuer geworden.

Den Lockdown nutzen viele, um daheim auszumisten und auf Kleinanzeigen-Portalen zu verkaufen, was sie nicht mehr brauchen. Das wissen offenbar auch findige Internet-Betrüger, denen die Wienerin Rebecca P. (Name geändert) beinahe auf den Leim gegangen wäre. Die 45-Jährige wollte Geld für ein hochwertiges Kinderbett, sie inserierte u.a. bei Facebook Marketplace.

Nur wenige Minuten nach dem Aufgeben der Anzeige bekam sie bereits eine Antwort. „Die vermeintliche Interessentin sah aus wie eine harmlose Oma. Sie bot mir zehn Euro extra an, wenn ich das Bett gleich für sie reserviere“, erzählt die Mama in „Heute“.

Echt aussehendes Mail von Fake-Paketdienst

Die Käuferin wollte die Ware noch am selben Tag abholen lassen. „Sie gab an, ein renommierter Paketdienst würde das Bett mitnehmen und das Geld dafür gleich mitbringen – obwohl Samstag war. Das machte mich bereits stutzig. Ich habe noch nie von diesem Service gehört.“

Dennoch gab Rebecca P. ihren Namen und die Mailadresse weiter. „Ich bekam ein echt aussehendes Mail von einem offensichtlich falschen Paketdienst. Darin wurde ich gebeten, im Vorfeld 100 Euro für eine angebliche Transportversicherung zu bezahlen. Da wusste ich, das ist Betrug.“ Auch der Ton der falschen Käuferin wurde immer rauer: „Sie wurde ungeduldig und baute Druck auf, dass ich gleich bezahlen müsse. Sie wollte sogar, dass ich zu einer Tankstelle gehe, um die Summe unverzüglich zu begleichen.“

Rebecca P. meldete den Fake-Account, Facebook sah jedoch keinen Verstoß gegen seine Regeln. „Ich bekam am Tag darauf drei gleich lautende Anfragen bekommen, mit demselben Schmäh. Man muss wirklich sehr aufpassen“, warnt sie nun andere. 

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