Falscher Polizist kann sich an Tat nicht erinnern

Der Beschuldigte, als er im Vorjahr an der Seite von Anwalt Andreas Mauhart, in den Gerichtssaal geführt wurde.
Der Beschuldigte, als er im Vorjahr an der Seite von Anwalt Andreas Mauhart, in den Gerichtssaal geführt wurde.Bild: W.M.

Jener 30-jährige Linzer der eine 18-Jährige aus dem Bezirk Eferding Donnerstagabend in Linz vergewaltigt haben soll wurde einvernommen. Er zeigt sich nicht geständig.

Der Verdächtigte könne sich nur mehr daran erinnern mit dem Auto gefahren zu sein. Es soll der Wagen eines Freundes sein. An die Tat selbst und dass er sich als Polizeibeamter ausgegeben habe, daran könne er sich nicht erinnern, erklärt die Pressestelle der Polizei OÖ Sonntagnachmittag auf "Heute"-Anfrage. Das Auto des 30-jährigen Linzers – in dem die 18-jährige vermutlich vergewaltigt wurde – ist mittlerweile sichergestellt und wird auf verwertbare Spuren untersucht.

Ob und was sich Donnerstagabend darin abgespielt hat, soll Montag auch die Spurensicherung klären. "Der Mann soll nun in die JVA Linz überstellt werden", so die Polizei gegenüber "Heute".

Wie berichtetwurde eine 18-Jährige aus dem Bezirk Eferding vor drei Tagen am Linzer Hauptbahnhof von einem vermeintlichen Zivilpolizisten angesprochen. Er müsse sie auf Drogen kontrollieren, dafür müsse sie ihm zu seinem Auto folgen. Denn die Untersuchung wolle er nicht in der Öffentlichkeit durchführen. Die Frau glaubte ihm, da er ihr einen Polizei-Ausweis zeigte. Der gefälscht war, wie sich herausstellte.

Tattoo führte auf die Spur

Im Auto soll es wenig später zur Vergewaltigung der 18-Jährigen gekommen sein. Der 30-Jährige ist kein Unbekannter. Bereits im Vorjahr stand er vor Gericht, ihm wurde vorgeworfen eine 19-Jährige zur Einnahme von Drogen und anschließend zum Sex gezwungen zu haben. Er wurde im Zweifel Freigesprochen.

Freitagabend war der Tatverdächtige festgenommen worden, sein auffälliges Tattoo an den Fingern der rechten Hand dürfte ihn verraten haben. Sie soll einem Polizisten besonders im Gedächtnis geblieben sein. Über Fotos aus seinem Akt soll das 18-jährige Opfer den 30-Jährigen als ihren Peiniger wiedererkannt haben, wie es aus verschiedenen Quellen heißt.

(cru)

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