Ein besonders dreister Betrugsfall beschäftigt die Wiener Polizei. Ein 35-jähriger Österreicher soll Angaben der Landespolizeidirektion eine 75-Jährige um ihre Ersparnisse gebracht haben. Nach intensiven Ermittlungen konnte der Verdächtige nun ausgeforscht und in Meidling festgenommen werden.
Die Tat ereignete sich bereits am 29. Juli. Zunächst soll ein noch unbekannter Täter die Pensionistin angerufen und sich als Leiter des Wiener Landeskriminalamts ausgegeben haben. Er redete der Frau ein, dass ihr in einem Bankschließfach verwahrtes Geld nicht mehr sicher sei.
Die 75-Jährige ließ sich täuschen und holte ihre Ersparnisse aus dem Bankschließfach in Wien-Donaustadt und übergab sie anschließend dem vermeintlichen Polizisten. Der Schaden: rund 70.000 Euro.
Die Ermittler kamen schließlich einem 35-Jährigen auf die Spur. Am Donnerstag in der Früh wurde der Mann von Polizisten an seiner Wohnadresse in Wien-Meidling festgenommen.
Bei der anschließenden Durchsuchung machten die Ermittler einen brisanten Fund: In der Wohnung wurden zwei Schlagringe, ein Elektroschocker sowie eine geladene Faustfeuerwaffe sichergestellt. Besonders brisant: Gegen den 35-Jährigen bestand bereits ein aufrechtes Waffenverbot.
Der Österreicher wurde wegen des Verdachts des schweren Betrugs im Rahmen einer kriminellen Organisation sowie wegen Verstößen gegen das Waffengesetz angezeigt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er in eine Justizanstalt gebracht.