Ein britischer Lokalradiosender hat im Mai aus Versehen eine Falschmeldung über den angeblichen Tod von König Charles III. gesendet und damit gegen die Regeln des britischen Rundfunkrats verstoßen. Laut Rundfunkrat handle es sich um eine "sehr schwerwiegende Ungenauigkeit". Außerdem sei nach der Falschmeldung viel zu viel Zeit bis zur Korrektur vergangen, kritisierte der Rundfunkrat am Montag.
Radio Caroline hatte im Mai eine Ansage ausgestrahlt, dass das Programm "als Zeichen des Respekts nach dem Tod seiner Majestät König Charles III." bis auf Weiteres unterbrochen werde. Danach wurde die Nationalhymne gespielt, gefolgt von etwa 16 Minuten völliger Stille. Erst dann lief das normale Programm weiter, bevor sich ein Moderator rund 30 Minuten nach der irrtümlichen "Todesnachricht" im Namen des Senders entschuldigte.
Der Sender habe damit gegen die grundlegende Regel verstoßen, dass Nachrichten sachlich richtig und unparteiisch sein müssen, so der Rundfunkrat. Außerdem sei eine weitere wichtige Regel gebrochen worden, wonach Fehler sofort zuzugeben und zu korrigieren sind.
Wie Vertreter des Senders schilderten, hatte ein Mitarbeiter während einer laufenden Sendung den Studio-Computer gewartet, während der eigentliche Moderator von daheim arbeitete. "Aus Neugier" habe der Mitarbeiter die für den Ernstfall vorab aufgezeichnete Mitteilung über den Tod des Königs abgespielt. Diese stoppte dann automatisch das Programm und ging auf Sendung. Daraufhin sei der Mitarbeiter "in Panik geraten" und habe das Studio verlassen.
Der Moderator, der von daheim sendete, habe den Fehler zunächst nicht bemerkt und geglaubt, er sei weiter auf Sendung. Außerdem habe er sein Handy nicht ständig im Blick gehabt und daher nicht gesehen, dass aufmerksame Hörer schon angerufen hatten, weil sie den Fehler bemerkt hatten.
Laut Radio Caroline wurde der verantwortliche Mitarbeiter gerügt und hat sich entschuldigt. Die voraufgezeichnete Meldung über den Tod des Monarchen wurde vom Studio-Computer gelöscht.