Familie befreite Tochter aus Prostitution in Wels

Ein falscher Entführungsalarm hat die Polizei am Samstag in Wels beschäftigt. Es stellte sich zuletzt heraus, dass eine bulgarische Familie ihre Tochter aus der Prostitution geholt hat und das angebliche Entführungsopfer dabei freiwillig mitgekommen ist. Das teilte die Polizeipressestelle Oberösterreich am Abend in einer Aussendung mit.

Zunächst hatte es geheißen, Unbekannte seien in die Wohnung eines 20-jährigen Bulgaren in Wels eingedrungen. Sie hätten ihn niedergeschlagen und seien anschließend geflüchtet. In ihrer Begleitung habe sich eine junge Frau befunden, die sich in der Wohnung des Überfallenen aufgehalten hatte.

Die Polizei fand bei ihren Ermittlungen heraus, dass es sich bei dem Vorfall um eine "familieninterne Angelegenheit" handelte. Die Eltern des vermeintlichen Entführungsopfers hatten nämlich erfahren müssen, dass ihre Tochter als Prostituierte in Wels arbeitete. Das missfiel den Eltern. Sie und die Brüder holten die junge Frau nach Bulgarien zurück.

Als sie in die Wohnung des 20-jährigen Bulgaren kamen stellte sich dieser ihnen entgegen. Er fasste deswegen einen Schlag ins Gesicht aus und wurde dadurch leicht verletzt. Die Tochter fuhr freiwillig mit ihren Eltern in ihre Heimat. Die Polizei zeigte den Vorfall dennoch dem Gericht an.

APA

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