Fussball

Fan tot, Wiener in Haft – Aktion scharf gegen Hooligans

Der Tod des griechischen Fans Michalis hat die Fußballwelt erschüttert. Nun fand UEFA-Präsident Aleksander Ceferin klare Worte. 
Heute Redaktion
16.08.2023, 14:52
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Das Champions-League-Qualifikationsduell zwischen AEK Athen und Dinamo Zagreb wurde in der vergangenen Woche von schweren Krawallen überschattet. Am Abend vor dem Duell kam es bei Ausschreitungen in der Athener Vorstadt Nea Philadelphia zu schweren Auseinandersetzungen. Dabei wurde der 29-jährige Michalis, ein AEK-Anhänger, mit mehreren Messerstichen schwer verletzt, verstarb wenig später im Krankenhaus. 

Beide Teams hatten sich eigentlich darauf geeinigt, keine Auswärtsfans zum Champions-League-Qualifikationsduell zuzulassen. Trotzdem waren hunderte kroatische Anhänger auf dem Landweg in die griechische Hauptstadt gereist. 105 von ihnen wurden nach den Krawallen festgenommen und befinden sich in Griechenland in Untersuchungshaft. Darunter auch ein 40-jähriger Wiener. Ihnen wird der Prozess gemacht Die Partie wurde schließlich abgesagt, geht nun am kommenden Samstag über die Bühne. 

Premierminister mit scharfer Ansage

"Die Schuldigen für diesen Mord werden gefunden und bestraft", sagte der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis, der außerdem ein "europäisches Vorgehen zur Bekämpfung von Gewalt in Stadien und zur wirksamen Bestrafung" forderte. Mitsotakis betonte auch, dass er mit den vier Vorsitzenden der wichtigsten griechischen Klubs vereinbart habe, dass "die Polizei in den Stadien operieren und den Zutritt kontrollieren kann. Aber Gewalt gibt es nicht nur in den Stadien, sondern auch auf den Straßen, und wir müssen sie gemeinsam bekämpfen", so der griechische Ministerpräsident.

UEFA-Boss sieht "Krebsgeschwür"

Im Vorfeld des UEFA Supercups am Mittwochabend zwischen Manchester City und Sevilla in Piräus zeigte sich auch UEFA-Präsident Ceferin von den Vorkommnissen vor einer Woche geschockt, versprach ein hartes Vorgehen. 

Der slowenische UEFA-Boss bezeichnete Hooligans dabei als "Krebsgeschwür. Das Problem ist nicht nur ein griechisches, es ist ein europäisches. Wir müssen es eliminieren", fand Ceferin klare Worte. "Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass eine solche Tragödie nie wieder passiert", so Ceferin mit Blick auf den Tod des 29-jährigen Michalis in der vergangenen Woche. 

Mehr zum Thema
Jetzt E-Paper lesen