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Fans fordern Foda-Aus! Jetzt spricht sein Boss Klartext

Nach der Cup-Pleite gegen Lausanne wird die Luft für Ex-Teamchef Franco Foda immer dünner. Der Zürich-Boss verteidigt ihn trotz Misere.
19.09.2022, 08:02
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Ex-ÖFB-Teamchef Franco Foda im freien Fall!

Der FC Zürich steckt in der Mega-Krise. Mit 2:3 nach Verlängerung scheiterte der amtierende Meister am Sonntagnachmittag im Schweizer Cup gegen Lausanne. Es war die sechste Niederlage in Folge, die neunte Pleite für den FCZ-Trainer im 17. Spiel insgesamt. Die Bilanz des Deutschen liest sich desaströs. Derzeit hat der 56-Jährige einen Punkteschnitt von 1,06 pro Spiel.

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Foda schaffte insgesamt nur fünf Siege (einer im Cup, vier in der Europa-League-Quali). In anderen Worten: In der Meisterschaft sind die Zürcher nach acht Spielen noch immer ohne Vollerfolg. Seit der Einführung der Super League in der Saison 2003/04 ist noch nie ein Titelverteidiger schlechter in die Meisterschaft gestartet. Nach dem Aus im Cup stellt sich nun daher die Frage: War es das für Foda? Denn wann ist schließlich der beste Zeitpunkt für einen Trainerwechsel, wenn nicht in einer Nationalmannschaftspause?

"Es ist unfassbar"

FCZ-Boss Ancillo Canepa will jedoch nichts von einem Trainerwechsel wissen und kritisiert die Spieler. Gegenüber SRF meint der 69-Jährige auf eine entsprechende Frage: "Was kann der Trainer dafür? Er hat richtig aufgestellt, er hat die richtigen Einwechslungen gemacht. Es passierten einfach wieder individuelle Fehler, für die der Trainer wirklich nichts kann." Man stecke in einer Spirale, die einfach nur abwärts gehe.

Weiter gibt Canepa zu, dass er sicherlich ein paar Jahre älter geworden sei. "Ich habe ja nicht mehr so viele Jahre – und da ist so eine Partie schon sehr mühsam. Es ist unfassbar, was heute passiert ist. Ich kann es mir nicht erklären", so der Präsident des FC Zürich. "Es ist nun schon die dritte Partie hintereinander, in der wir kurz vor Schluss ein Gegentor erhalten. Der Fußballgott meint es überhaupt nicht gut mit uns."

Fans fordern Foda-Aus

Canepa stellt sich also mit eindeutigen Worten hinter seinen Trainer. Doch ist das der richtige Weg? Oder sind es gar nur Floskeln? Viele FCZ-Fans haben jedenfalls eine klare Meinung. Bereits nach der Pleite gegen Lugano anfangs September forderten sie den Rauswurf des Trainers. Und auch nun wüten viele Anhängerinnen und Anhänger auf Social Media gegen den Deutschen. Bei Nicht-Zürich-Fans ist der Spott derweil riesig. Ein User meint sarkastisch: "Ich würde ihm noch ein bisschen Zeit geben. Die Trainingseinheiten sind top." Ein anderer twittert: "Franco Foda, du bist der beste Mann – für den Gegner!"

Weiter geht es für den FC Zürich nach der Nationalmannschaftspause mit dem Derby gegen GC. Sollten die Zürcher auch dann verlieren, fehlen Foda endgültig die Argumente. Zumal alle vier Übungsleiter (Sami Hyypiä, Uli Forte, Ludovic Magnin, Massimo Rizzo) vor Meistertrainer André Breitenreiter mehr Punkte in ihren ersten Duellen holten als Foda.

Foda findet Verhalten der Mannschaft "unerklärlich"

Und der Krisen-Trainer selbst? Der sagt dem SRF: "Wir haben den Sieg nicht verdient. Wir hatten das Spiel in Griff und vergaben dann kurz vor Schluss den Sieg. Es ist einfach nur ärgerlich. Wenn man ehrlich ist, ist es auch nicht nur Pech." Man müsse die Partien besser zu Ende spielen, so der Coach. Dann stellt er klar, dass er der Mannschaft keinen Vorwurf mache.

Im nächsten Moment des Interviews macht er dann aber genau das. Der 56-Jährige sagt: "Auch gegen Genf kassierten wir kurz vor Schluss ein Gegentor, was wir daraufhin besprachen. Und jetzt passiert es wieder? Für mich ist das nicht nachvollziehbar und unerklärlich." Über seine Zukunft als FCZ-Trainer will er nicht reden. "Das Blatt muss sich schnell wenden, sonst haben wir ein Problem", so Foda.

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