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Fashion Touri: Alternative zum täglichen Massenkonsum

Fashion Touri bietet eine Alternative zum alltäglichen Massenkonsum: Nachhaltige und lokale Produzenten stehen im Fokus.
Irma Basagic
14.09.2023, 15:43
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PROJEKTNAME: FashionTouri: RUN the green WAY
PROJEKTTRÄGER: FashionTouri CEO Ronja Scherzinger
KATEGORIE: Unternehmen
THEMENBEREICH: Nachhaltige/r Konsum und Produktion: Bewusstes Konsumverhalten und Unterstützung regionaler und lokaler Unternehmen sowie Produktionsstätten
PROJEKTSTART: 2022
STATUS: ist immer noch aktiv
REGION: Wien
INSTITUTIONALISIERT ALS: Als Unternehmen
WIRKUNGSFELD: Ganz Österreich
WEB: https://www.fashiontouri.com/de

Darum geht es beim Projekt "FashionTouri: RUN the green WAY"

Mit FashionTouri bieten wir ein individuelles Einkaufserlebnis und die Alternative zum alltäglichen Massenkonsum. Für den Städtetourismus bieten wir ein neues Konzept an lokalen Einkaufsmöglichkeiten, sorgen für die Belebung der Geschäfte abseits der bekannten Einkaufsstraßen und Fast Fashion-Konzerne.

Als junges und weltoffenes Unternehmen sieht sich FashionTouri als Botschafter für Nachhaltigkeit. Beobachtungen am Markt zeigen, dass Unternehmen, die umweltbewusst produzieren, fair bezahlen und auf umweltschonende Materialien setzen, besonders auf Unterstützung angewiesen sind.

Daher ist die Wissensvermittlung zu nachhaltigen Themen in der Modeindustrie ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. FashionTouri zeigt großes Engagement für die Umsetzung innovativer Projekte zur Wissensvermittlung und bewusstem Konsumverhalten.

Im Jahr 2022 wurde der Nachhaltigkeitsguide "RUN the green WAY" herausgegeben. Jener unterstützt Unternehmer:innen in der Modebranche dabei, ihre Firmen und Modelabels nachhaltiger zu gestalten. Er dient als Leitfaden und Inspirationsquelle für eine nachhaltigere Unternehmensführung.

Mit der ersten Printausgabe wurde ein wertvolles, journalistisches Produkt für die Förderung der Nachhaltigkeit in der Modebranche geschaffen. Wissensvermittlung, Aufklärung, Weiterbildung und Austausch standen dabei im Mittelpunkt.

Es wurden Interviews mit Expert:innen zu den Themen: Abfallmanagement, Nachhaltiges Ressourcenmanagement, Circular Fashion, Sustainable Wear und Zukunftsmodelle geführt.

Namhafte Partner wie Zero Waste Austria, GOTS, Munich Fabric Start oder auch die WeFair sind Teil des Guides. FashionTouri hat die Notwendigkeit erkannt, gemeinsam und nicht als Konkurrent:innen dem Fast-Fashion Trend entgegenzutreten.

Daher schließen wir uns auch zukünftig mit anderen Projekten und Institutionen wie z.B. der Nähwerkstatt, der Fashion Revolution Austria oder dem Climate Lab zusammen.

Eine weitere Entwicklung ist es, Konsument:innen in den Fokus zu nehmen. Laut einer aktuellen Umfrage von Greenpeace und der Arbeiterkammer Wien nutzen Österreicher:innen nur rund die Hälfte ihrer Kleidung. Die Verantwortung für eine klimaneutralere Modebranche liegt demnach vor allem auch bei den Konsument:innen.

Heute For Future-Award im Gespräch mit Fashion Touri CEO Ronja Scherzinger

Haben Sie sich am Beginn Ihres Projektes an einem anderen Modellprojekt orientiert?

Nein.

Was zeichnet das Projekt aus bzw. wie unterscheidet es sich von anderen?

Das Projekt “WEAR the green WAY” soll für Aufmerksamkeit sorgen und zu bewussterem Modekonsum führen. Der Diskurs rund um die “Wegwerfgesellschaft” ist nahezu täglich in den Medien und für die breite Masse relevant.

Das Thema “Nachhaltigkeit”, welches der Grundstein des des Projekts ist, umfasst soziale Aspekte, Umweltbewusstsein, ressourcenschonender und klimaschonender Umgang mit Produkten usw. Diese sollen Konsument:innen nähergebracht werden.

Aktuell ist es auf unserer Website möglich, mithilfe einer Filterfunktion gezielt nachhaltige, lokale Unternehmen zu finden:

Fashiontouri AnneHerminehttps://www.fashiontouri.com/de/place/annehermine
Fashiontouri Green Ground: https://www.fashiontouri.com/de/place/green-ground
Fashiontouri MADAME KUKLA: https://www.fashiontouri.com/de/place/madame-kukla
Fashiontouri TORLAND: https://www.fashiontouri.com/de/place/torland

Zukünftig wollen wir unsere Plattform erweitern und noch mehr nachhaltige Unternehmen hinzugewinnen. Ein grundlegender Punkt bei FashionTouri ist es, lokale Unternehmen sichtbarer zu machen und sie zu unterstützen. So soll für Chancengleichheit gesorgt und den Kund:innen Wege abseits vom Mainstream und Fast Fashion-Konzernen eröffnet werden. Durch Kooperationen mit Unternehmen, die sich beispielsweise für benachteiligte Menschen einsetzen, unterstützt FashionTouri Diversität und Chancengleichheit.

Ein Beispiel hierfür ist das Modelabel “VOI fesch”, welches sich für Inklusion einsetzt. Es soll positiv dazu beigetragen werden, die Textilindustrie nachhaltiger zu gestalten und dafür zu sorgen, dass die Arbeitssituation für Mitarbeiter:innen in der Modebranche fair und sicher ist.

Daher unterstützt FashionTouri lokale Unternehmen, lernt deren Mitarbeiter:innen kennen und bietet Kund:innen Transparenz. Durch Medienprojekte wie “RUN the green WAY” sowie auch durch Veranstaltungen wie “Green Fashion Walks” sorgt das Unternehmen für Aufklärung und mehr Verständnis gegenüber Nachhaltigkeit.

Es gibt noch kein vergleichbares Projekt, welches über die digitale Plattform versucht, die Menschen wieder direkt in den stationären Handel vor Ort zu bringen und ihnen nachhaltige Alternativen vorzeigt. Bei den "Green Fashion Walks" werden die digitalen Touren vor Ort direkt in der Stadt umgesetzt.

Die Konsument:innen können direkt mit den Händler:innen und Modedesigner:innen in Austausch treten und sich neues Wissen aneignen.

Hier ein Einblick: Green Fashion Walk 2023

Darüber hinaus fungiert FashionTouri als Netzwerk, bei dem wir Unternehmen miteinander in Verbindung bringen, um etwaige Ressourcen zu sparen. Sei es bei der Vermietung von Ladenflächen und Energieeinsparung, oder auch bei dem gemeinsamen Transport von Produkten zur Einsparung von CO2-Emissionen.

Ist Ihr Projekt bereits in anderen Regionen nachgemacht worden?

Nein.

Glauben Sie, dass Ihr Projekt auch anderswo durchgeführt werden könnte?

Ja, auch im Ausland.

Was sollte geschehen, damit Ihre praktische Arbeit erleichtert wird? Wer sollte aktiv werden?

Wir richten uns gezielt an jene Konsument:innen, die noch nicht über nachhaltigen Konsum nachgedacht haben und über unsere Aktivitäten sowie journalistischen Inhalten ihren Konsum hinterfragen. Unser Motto von FashionTouri: "Shop like a Local!", steht für eine ganze Bewegung, welche die Menschen zum Umdenken bewegen soll. Was kauft man? Von wem? Wie viel kaufe ich? Wen will ich unterstützen?

Schließt man sich dieser Bewegung an, ist es unser Ziel, dass die Menschen ihr Konsumverhalten nicht nur auf Reisen, sondern vielleicht auch in der eigenen Stadt verändern. Wir nennen unsere User:innen auch bewusst FashionTouris. Denn sie zählen zu unserer Community von lokalen Unterstützer:innen, die nach unseren Prinzipien handeln.

Im Kontext der Tätigkeiten von FashionTouri ist geplant, die Webseite "RUN the green WAY": www.runthegreenway.at zu einer multimedialen Plattform auszubauen. Auf jener sollen zukünftig neben einem Blog, einem News Feed, einem Forum als Austauschbasis für die Community und einem monatlichen Newsletter auch audiovisueller Content über die Einbindung von YouTube-Videos mit umweltbewussten Modemarken oder auch Tipps für Konsument:innen hinzukommen.

Weiters soll auch Aufklärung und Wissensvermittlung im Fokus stehen. Begriffserklärungen und neue Bezeichnungen aus der Mode- und Designbranche in einem A-Z Lexikon definiert und aktualisiert werden. Das Angebot soll zudem mehrsprachig ausgebaut werden, um Unternehmen international vernetzen zu können und, um auch internationale Konsument:innen mit unserer Berichterstattung ansprechen zu können.

Auf der digitalen Plattform von "RUN the green WAY" sollen neben neuen Medienangeboten künftig auch jährliche Reports zu unseren teilnehmenden Unternehmen veröffentlicht werden. Damit wollen wir gezielt jene Unternehmen ansprechen, die noch nicht nachhaltig agieren, aber bei FashionTouri Mitglied sind.

Die Intention ist es, sie zu überzeugen, klimaneutraler zu werden und eine Nachhaltigkeitsstrategie in ihrem Unternehmen zu integrieren. Dieses Projekt soll auch Marken und Konsument:innen ansprechen, die bisher noch nicht nachhaltig agieren.

Die ganzheitliche Strategie von FashionTouri setzt darauf, sowohl Unternehmen in der Modebranche als auch die Konsument:innen für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und gemeinsam einen positiven Beitrag für die Modeindustrie und unsere Umwelt zu leisten.

Welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein, dass Ihr Projekt anderswo nachgemacht werden könnte?

Bis 2050 soll Europa klimaneutral sein, Österreich laut erklärtem Ziel schon 2040. Digitalisierung, neue Technologien und Nachhaltigkeit treiben die nächste große Transformation in der Wirtschaft voran.

Mit der Initiative “WEAR the green WAY” soll mehr Aufmerksamkeit auf die Wichtigkeit eines nachhaltigen Konsumverhaltens gelenkt werden. Als Unternehmen in der Mode- und Designbranche betrachtet FashionTouri es als Verantwortung dazu beizutragen, Konsument:innen über die schädlichen Auswirkungen der Modeindustrie zu informieren und ihnen Lösungswege aufzuzeigen.

Wirtschaftlich gesehen sollen alle lokale Modeunternehmen von dem generierten Wissen, welches sich aus der journalistischen Berichterstattung ergibt, profitieren. Unsere Verpflichtung gegenüber der lokalen Wirtschaft ist es nicht aufzuzeigen, dass weniger oder nicht mehr konsumiert werden soll, sondern darauf zu achten, in langlebige Produkte zu investieren und dadurch Unternehmen finanziell zu unterstützen, die sich aktiv für Nachhaltigkeit engagieren.

Die Maßnahmen sollen die Konsument:innen über nachhaltige Alternativen, Umweltschutz-Themen, die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards etc. informieren. Im Zuge dessen werden u.a. Umfragen in der Community durchgeführt. Diese Beiträge und der Input aus der Community können für die Erstellung weiteren redaktionellen Contents und der Eröffnung neuer Themenbereiche gezielt genutzt werden.

Die Ergebnisse der Recherche der Initiative “WEAR the green WAY” werden als Grundlage für die Weiterführung des Nachhaltigkeitsguides “RUN the green WAY” verwendet. Weiters soll sich “RUN the green WAY” zu einer multimedialen Plattform für mehr Umweltschutz, Transparenz und der kritischen Auseinandersetzung mit der Mode- und Textilindustrie weiterentwickeln. Diese wird als langfristiges Projekt des Unternehmens FashionTouri unter der Website www.runthegreenway.at geführt.

In Zukunft soll das Unternehmen FashionTouri wachsen und auf internationaler Ebene bestehen. Dadurch ist es vorgesehen, die generierten Inhalte in weiteren Fremdsprachen anzubieten. Dafür wäre es auch die Voraussetzung, dass man eine Finanzierung aufbringt, um das Team auch in der Zukunft international erweitern zu können.

Die Berichterstattung über Themen wie Kreislaufwirtschaft, Müllvermeidung, Upcycling&Recycling, Transportwege, nachhaltiger Städtetourismus, die Wegwerfgesellschaft oder nachhaltige Verpackungen sowie umweltfreundliche Versand-Alternativen für Unternehmen FashionTouri eine zentrale Rolle.

Es ist wichtig, dass die Team-Mitglieder sich eine Expertise in diesen Bereichen aneignen und auch mit Expert:innen sowie relevanten Institutionen stets in Kontakt und Austausch sind, um stets am aktuellen Stand sein zu können.

Eine weitere Voraussetzung ist es auch, dass wir multimedial arbeiten und auch Videos von nachhaltigen Unternehmen z.B. auf YouTube stellen.

Hier ein Beispiel von Anne Hermine Recycling und Upcycling