Niederösterreich

Fast 1.900 ukrainische Kinder an Schulen in NÖ

Fast 1.900 Kinder aus der Ukraine besuchen eine Bildungseinrichtung in NÖ. Es werden Pädagogen gesucht, die Ukrainisch oder Russisch sprechen. 

Tanja Horaczek
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Vizebürgermeister Andreas Kirnberger, Schülerin Mikaela, Direktorin Irene Ille, Bildungsdirektor Johann Heuras, Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Schüler Ivan, Bürgermeister Stefan Steinbichler, Lehrerinnen aus der Ukraine Iryna Skevchenko und Lena Kutsyk
Vizebürgermeister Andreas Kirnberger, Schülerin Mikaela, Direktorin Irene Ille, Bildungsdirektor Johann Heuras, Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Schüler Ivan, Bürgermeister Stefan Steinbichler, Lehrerinnen aus der Ukraine Iryna Skevchenko und Lena Kutsyk
NLK Burchhart

In Volksschulen werden etwa über 800 Kinder aus der Ukraine unterrichtet. Aber auch in allen anderen Schulstufen und Schultypen sitzen ukrainische Kriegsflüchtlinge in den Klassen: 663 in einer Mittelschule, acht in einer allgemeinen Sonderschule, 32 in einer Polytechnischen Schule, 150 in einer AHS-Unterstufe, 171 in einer AHS-Oberstufe und 35 in einer berufsbildenden mittleren oder höheren Schule.

Integration funktioniert gut

"Die Schulen sind gut vorbereitet und hätten bereits Erfahrung. Die Integration funktioniert hervorragend“, teilen Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) und Bildungsdirektor Johann Heuras mit. Mittlerweile sind 15 ukrainisch sprechende Personen eingestellt worden, die die Kinder im Unterricht unterstützen. 62 weitere Bewerbungen sind eingelangt. Die Bildungsdirektion sucht weiterhin Pädagogen mit Ukrainisch-Kenntnissen.

Buddy-System an Schulen

„Wir werden in erster Linie versuchen, die Kinder im normalen Unterricht zu integrieren. Sie sollen so viel Normalität und Geborgenheit wie möglich erfahren“, so die Bildungslandesrätin. In einigen Schulen kommt als Teil der Integration ein Buddy-System zum Einsatz. Das bedeutet, dass die ukrainischen Geflüchteten einen Schüler oder eine Schülerin zugeteilt bekommen, der oder die sie im Schulalltag begleitet und unterstützen soll.

Psychologische Unterstützung gibt es für Kinder, die von der Flucht traumatisiert sind. Erst zu Beginn dieses Schuljahres ist bei den Schulpsychologen aufgestockt worden. Begleitet werden die Kinder zudem von Beratungslehrern.