Ein schwerer Vandalismus-Akt erschütterte im Juli eine Floridsdorfer Gemeinde – wir berichteten. Unbekannte attackierten in einem privat gestalteten und öffentlich zugänglichen Gebetsgarten am Marchfeldkanal eine Madonna, hackten der Jesus-Figur den Kopf ab und zerstörten Blumen und Dekoration. Die Gemeinde war erschüttert, der Schock saß tief.
Alt-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek richtete kurz nach dem tragischen Vorfall ein Spendenkonto für die Betreiber ein, auf dem bisher 6.900 Euro eingingen. Darüber freuen sich nun freiwillige Helfer aus mehreren Floridsdorfer Pfarren, die bereits seit Ende Juli am Aufbau arbeiten.
"Wir freuen uns und sagen danke – auch an all jene, die aus finanziellen Gründen zwar nicht spenden konnten, aber Anteil genommen haben", so Initiatorin Ilse Warecka. Die zerstörte Gedenkstätte für Frühchen sei bereits wieder aufgebaut, das Kreuz neu gestrichen und die Inschriften zum Restaurieren gebracht. "Der Korpus von Jesus ist leider so beschädigt, dass man ihn nicht mehr restaurieren kann. Wir werden also einen neuen Korpus anbringen."
Zudem wolle man nun Videokameras anbringen, berichtet Warecka: "Eigentlich wollte ich das nie machen, aber uns bleibt nichts anderes übrig. Die Gefahr, dass wieder etwas passiert, ist einfach zu groß." Auch für die Videoüberwachung soll das Spendengeld genutzt werden. Am 9. September um 16 Uhr findet eine Messe unter freiem Himmel statt, auch zum Dank für die Spender – jeder ist eingeladen.