Im Februar 2020 nahm die Staatsanwaltschaft St. Pölten Betrugsermittlungen gegen einen eierverarbeitenden Betrieb im Bezirk Amstetten auf. Im Raum stand wie berichtet, dass Eier minderer Qualität verwendet und nicht richtig deklariert worden waren. In Medienberichten war damals außerdem die Rede von "ekelerregenden Zuständen" in der Fabrik.
Dazu kursierten auch Bilder, die ein Privatdetektiv aufgenommen hatte, aus dem Betrieb. Der Vorwurf, dass der Betrieb systematisch verfaulte Eier verarbeitet haben soll, erhärtete sich aber offenbar nicht. Denn die Staatsanwaltschaft stellte jetzt nach einem Jahr die Ermittlungen und das Verfahren ein.
"Gelegentlich dürfte es tatsächlich vorgekommen sein, dass eine Charge nicht den Kriterien entsprochen hat. Ein System dahinter konnte aber nicht erkannt werden", sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten, Leopold Bien, gegenüber dem "ORF NÖ". Der Betrieb hatte die Vorwürfe von Anfang an bestritten.