Faustschläge können das "gelindere Mittel" sein

Nach dem Prügel-Video spricht jetzt Polizeigewerkschafter Harald Segall mit "Heute.at". Auch er war entsetzt. Dennoch kann ein Faustschlag angemessen sein.

Die Aktivisten von "Ende Geländewagen" demonstrierten am Donnerstag gegen Polizeigewalt. Anlass dazu ist, das umstrittene Vorgehen der Polizei bei der Klima-Demo letzten Freitag. Dabei sollen, laut "Ende Geländewagen" vier Demo-Teilnehmer verletzt worden sein. Einer davon durch Faustschläge, die ihm ein Polizist versetzt haben soll.

Gelindere Mittel

Wie Polizeigewerkschafter Harald Segall zu Heute.at sagt, "kann das aber das gelindere Mittel sein". Laut Segalls Informationen hielt der Demo-Teilnehmer die Hände vor der Brust verschränkt. So kann eine Person, die Festgenommen werden soll, auch gefährliche Objekte verstecken.

Darum müssen sich die Hände auf dem Rücken befinden. Und hier können gezielte Faustschläge angemessener sein, als der Einsatz von Pfefferspray oder die Person mit der Waffe zu bedrohen, so Segall.

Lückenlose Aufklärung

"Ich war etwas entsetzt", beschreibt Segall den Moment als er das Video zum ersten Mal sah". "Darum bin ich auch für eine lückenlose Aufklärung", so Segall. Dennoch verwehrt sich Segall gegen das Bild einer durch und durch gewaltbereiten Polizei. "Wir machen unter sehr schwierigen Bedingungen einen guten Job", sagt Segall. (kla)

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