Faymann und Co. gaben Stimmen ab

Neben 6,3 Millionen Bürgern geben am Sonntag bei der Volksbefragung zum Bundesheer auch Österreichs Spitzenpolitiker ihre Stimmen ab.

Bundeskanzler Werner Faymann und Frau Martina gingen in Wien zur Volksbefragung. Auch Vizekanzler Michael Spindelegger war mit seiner Familie unterwegs, als er sein Kreuzerl auf den Stimmzettel in einem Wahllokal in Hinterbrühl machte.

Verteidigungsminister und Ex-Zivildiener Norbert Darabos "reiste" mit dem Auto an und gab seine Stimme in der burgenländischen Gemeinde Kroatisch-Minihof ab. Sein inhaltlicher Gegner, Generalstabschef Edmund Entacher, gab in Wien seine Stimme ab.

Bundespräsident: "Beteiligung überschaubar"

Begleitet von einigen Kameras hat Sonntagvormittag Bundespräsident Heinz Fischer seine Stimme für die Bundesheer-Volksbefragung abgegeben. Gegen 10.30 Uhr erschien der Oberbefehlshaber des Bundesheers gemeinsam mit seiner Frau Margit in der Lerchenfelderstraße in Wien-Josefstadt im Amtshaus.

Wie er abgestimmt hat, wollte Fischer den Journalisten nicht verraten. Stattdessen verwies er auf das Wahlgeheimnis. Er habe sich bemüht, dass dem Interesse des Landes "am besten gedient" sei. Fischer hatte sich in der Vergangenheit als Wehrpflicht-Befürworter geäußert. Die Beteiligung sei bisher überschaubar, wie er im Wahllokal erfahren habe, sagte Fischer. Er glaube, dass man keine 50 Prozent erreichen werde, hoffe aber, dass so viele wie möglich den Weg an die Wahlurnen antreten.

Zu einer weiteren Volksbefragung zur gemeinsamen Schule, wie vom Wiener Bürgermeister Michael Häupl (S) vorgeschlagen, äußerte sich der Bundespräsident zurückhaltend: Man solle einmal das Ergebnis dieser Volksbefragung abwarten, dieses werde interessant zu analysieren sein. Wie auch immer diese Befragung ausgeht, erwartet sich Fischer ehrliche Anstrengung für die Umsetzung des Ergebnisses.

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