Faymann und Mitterlehner wollen sich aussprechen

Nach dem desaströsen Asyl-Gipfel am Mittwoch muss der Riss in der Koalition wieder gekittet werden. Kommende Woche setzen sich die beiden Parteichefs von Rot und Schwarz, Werner Faymann und Reinhold Mitterlehner, zu einer allgemeinen Aussprache zusammen. Es wird nicht nur um die Flüchtlinge gehen, sondern auch um Spielregeln in der Koalition.

Nach dem wieder gekittet werden. Kommende Woche setzen sich die beiden Parteichefs von Rot und Schwarz, Werner Faymann und Reinhold Mitterlehner, zu einer allgemeinen Aussprache zusammen. Es wird nicht nur um die Flüchtlinge gehen, sondern auch um Spielregeln in der Koalition.

Der Gipfel im Bundeskanzleramt war ein Debakel. Die SPÖ war mit dem Vorschlag gekommen, eine Bezirksquote zur Aufteilung der Asylwerber einzuführen. Die ÖVP-Landeshauptleute lehnten die Idee rundheraus ab und schimpften obendrein über die mangelnde Vorbereitung des Gipfels. Schon ein bisschen eine Chuzpe, immerhin erfüllen die Bundesländer seit vielen Jahren die mit dem Bund vereinbarten Asylquoten nicht.

Sachlichkeit im Vordergrund

Nach ausreichendem Dampfablassen ist nun Beruhigung angesagt. Nächste Woche werden sich Bundeskanzler und Vizekanzler laut Kronenzeitung für eine Aussprache treffen. Die Zusammenarbeit innerhalb der Koalition soll wieder reibungsloser ablaufen. Faymann hat schon seinen engsten Vertrauten Josef Ostermayer vorgeschickt. Der Kanzleramtsminister hat Mitterlehner am Freitag bei einem Besuch in Mailand begleitet. Dort soll man sich auf Sachlichkeit geeinigt haben.

"Koalition funktioniert"

Gegenüber Ö1 hat Faymann Samstagmittag festgestellt, die Koalition sei nicht am Ende, sie funktioniere. Die Regierung leiste gute Arbeit. Meinungsverschiedenheiten gebe es, SPÖ und ÖVP seien verschiedene Parteien, man suche aber gemeinsam Lösungen.

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