Der Frauenfußball schreibt derzeit Schlagzeilen. Am Wochenende kam es in England etwa zu einem kuriosen Spielabbruch. Weil der Platz nicht zu bespielen war, pfiff der Schiedsrichter die Partie zwischen Chelsea und Liverpool nach sechs Minuten ab. Die Wut war daraufhin groß. Nun gibt es in Spanien Aufruhr beim FC Barcelona.
Am 10. Januar spielte Barça im Achtelfinale der Copa de la Reina und gewann mit 9:0. Die Brasilianerin Geyse Ferreira (24) kickte mit und steuerte gegen Osasuna sogar einen Treffer bei.
Die 24-Jährige, die vor der Saison zu den Katalaninnen gewechselt war, hätte aber offenbar gar nicht spielen dürfen. Weil sie in der vergangenen Saison bei ihrem letzten Cupspiel für ihren alten Verein Madrid CFF vom Platz geflogen und mit einer Ein-Spiel-Sperre belegt worden war.
Die Folge: Der FC Barcelona wurde rund zwei Wochen nach dem Erfolg von der Schiedskommission des spanischen Fußballverbandes disqualifiziert und das Spiel nachträglich als Niederlage gewertet. Gleicher Fall bei Sevilla: Auch dieser Verein kassierte wegen einer fälschlicherweise eingesetzten Spielerin die gleiche Strafe.
Der Cup-Titelverteidiger kündigte an, in Berufung zu gehen. Trainer Jonatan Giraldez (31) versuchte den Fauxpas damit zu erklären, dass die Sperre von Geyse nicht auf der Website des Verbandes zu finden gewesen sei. In einer Aussendung schreibt der Klub: "Der FC Barcelona wird alle möglichen Maßnahmen ergreifen."