Die Gründerväter, der ehemalige nö. Landeshauptmann Erwin Pröll und Wiens Altbürgermeister Michael Häupl, trafen sich mit Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf und dem Wiener Stadtrat Jürgen Czernohorszky, die heute dieses (Natur-)Erbe fortführen. Gemeinsam mit Bürgermeister Helmut Schmid, Stadträtin Michaela Gansterer-Zaminer und Nationalparkdirektorin Edith Klauser erinnerte man sich an die Anfänge und Herausforderungen.
Der offiziellen Gründung waren fast zwei Jahrzehnte Vorbereitungen vorausgegangen, ehe am Hainburger Schlossberg schließlich 1996 die Gründungsverträge unterzeichnet wurden. Auf Einladung der Stadtgemeinde Hainburg kehrten Pröll und Häupl nun wieder auf den Schlossberg zurück.
Heute umfasst der Nationalpark 9.600 Hektar (davon 65 % Auwald-, 15 % Wiesen- und ca. 20 % Wasserflächen). Er erstreckt sich über 38 Kilometer von Wien bis Bratislava und ist an der breitesten Stelle vier Kilometer breit. Erst 2017 wurde er um 277 Hektar bei Petronell-Carnuntum erweitert. Der Nationalpark zeichnet sich durch eine enorme Artenvielfalt aus, er ist Heimat für mehr als 800 Arten höhere Pflanzen, 33 Säugetier- und rund 100 Brutvogelarten, acht Reptilien- und 13 Amphibienarten, 67 Fischarten und 2.480 nachgewiesene Insektenarten. Die bekanntesten Arten sind die Sumpfschildkröte, Seeadler und Hundsfisch.
Pröll und Häupl: „Der Unterzeichnung gingen jahrelange Verhandlungen voraus, es war in der Tat ein weiter und schwieriger Weg. Aber er hat sich absolut bezahlt gemacht.“
Stephan Pernkopf erklärte: „Der Nationalpark Donau-Auen ist ein absolutes Naturjuwel. Mit zukunftsweisenden Projekten, wie der Anbindung von abgetrennten Seitengewässern und dem Rückbau hart befestigter Ufer, geben wir der der Donau wieder mehr Gestaltungsraum und verbessern die ökologische Qualität der Auen weiter. So hat sich auch hier, gegenüber von Hainburg, durch ein Revitalisierungsprojekt wieder eine wertvolle natürliche Uferlandschaft entwickelt.“
Und Jürgen Czernohorszky betonte Wiens Beitrag zum Nationalpark: „Ein Viertel der Gesamtfläche des Nationalparks liegt in Wien, das ist einzigartig für eine Weltstadt. Die Erfolge der vergangenen 25 Jahre sowie die stets hervorragende Zusammenarbeit zwischen Wien und Niederösterreich zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind.“
Nationalparkdirektorin Edith Klauser führte abschließend aus: „Die gute Entwicklung des Schutzgebiets beruht auf der breiten Unterstützung der Nationalparkidee von Anbeginn. Mein Dank gilt den Gründervätern und den heutigen Gesellschaftsvertretern, Die erreichten Erfolge sind unser Ansporn, den Weg fortzusetzen und gemäß unserem Motto ‚Freier Fluss. Wilder Wald.‘ den Nationalpark Donau-Auen weiter zu entwickeln.“