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Feindliche Übernahme! Twitter-Giftpille für Elon Musk

Elon Musk, der reichste Mann der Welt, will Twitter kaufen - doch es ist fraglich, ob seine Übernahme-Attacke gelingt. Twitter greift an.

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Twitter hält nicht viel von der Übernahme-Attacke, die Elon Musk gestartet hat.
Twitter hält nicht viel von der Übernahme-Attacke, die Elon Musk gestartet hat.
Patrick Pleul / dpa / picturedesk.com

Der Tesla-Chef ist darauf angewiesen, dass genug Anteilseigner ihm ihre Aktien zum angebotenen Preis von 54,20 Dollar abtreten. Twitter setzte sich am Freitag zur Wehr.

Giftpille für Musk

Die Gegenmaßnahme sieht vor, dass andere Aktionäre zusätzlich Anteile günstig kaufen können, wenn ein Aufkäufer die Marke von 15 Prozent überschreitet. Der Schritt ist eine klassische „Giftpille“, zu der von Übernahmen bedrohte Firmen greifen. Der Plan solle für ein Jahr gelten, teilte der Twitter-Verwaltungsrat mit. Eine Ausnahme wäre, wenn ein Deal vom Aufsichtsgremium abgesegnet wird.

Twitter-Aktie sinkt 

Die Börse glaubt nicht an Musks Erfolg: Üblicherweise steigt der Kurs bei Übernahmeplänen in Richtung des Gebots - doch am Donnerstag sank die Twitter-Aktie um 1,5 Prozent auf 45,18 Dollar. Am Freitag ging es weiter herunter an die Marke von 45 Dollar.

Öffentliche Abfuhr

Aber auch wenn Musk die nötigen Mittel flüssig machen kann, ist die Zustimmung der Aktionäre die große Hürde. Twitter hat neben dem Streubesitz mehrere Finanzinvestoren als große Anteilseigner, die jeweils zwischen zwei bis acht Prozent der Anteile halten. Es würde also nicht reichen, nur wenige Großaktionäre vom Verkauf zu überzeugen. Ein wichtiger Anteilseigner, der saudische Prinz Alwaleed bin Talal, erteilte Musk bereits öffentlich eine Absage.

Zugleich ist Twitter nicht so gut gegen feindliche Übernahmen geschützt wie etwa Facebook, Amazon oder Google, wo Gründer Aktien mit mehr Stimmrechten bekamen. Das erlaubt ihnen, die Kontrolle über das Unternehmen zu behalten, auch wenn sie nicht mehr die Mehrheit der Aktien halten. 

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    Elon Musk kauft sich bei Twitter ein.
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    REUTERS
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