Feinstaub-Wert schießt in Wien 10-fach über Grenze

Die Feinstaubentwicklung in der Silvesternacht am Beispiel Stadlau.
Die Feinstaubentwicklung in der Silvesternacht am Beispiel Stadlau.Bild: Umweltbundesamt
In Wien wie auch in Restösterreich standen die Feinstaub-Alarmzeichen auf dunkelrot. Grafiken zeigen, wie schädlich die Silvester-Schießerei war.

Der tägliche Grenzwert bei Feinstaub liegt bei 50 Mikrogramm. Politik und weite Teile der Gesellschaft sowie Unternehmen sind bemüht, möglichst viel für den Umweltschutz zu tun. Doch an Silvester scheint der Umweltschutzgedanke plötzlich vielen vollkommen egal zu sein. Das zeigt die Feinstaub-Messung der Silvesternacht.

Zwischen 23 Uhr und 2 Uhr schossen die Feinstaub-Werte teils auf das Zehnfache des Grenzwerts. In Stadlau näherte sich der Feinstaub-Wert kurzzeitig der 500-Mikrogramm-Marke, bei den restlichen Wiener Messstellen lag er zwischen 100 und 200 Mikrogramm. Ähnliches war in allen größeren Städten Österreichs zu beobachten – selbst dort, wo Feuerwerke eigentlich verboten waren.

Bis zu ein Fünftel des Autoverkehrs

Beobachter geben zumindest gesundheitlich Entwarnung: Kurzfristig sorgen solche Konzentrationen nicht für bleibende Gesundheitsschäden. Langfristig allerdings schon, denn Feinstaub gelangt über die Atemwege in die Lunge in die Lunge und den Blutkreislauf.

Das Argument "Feuerwerk ist halt Tradition und nach Silvester schnell vorbei" sei dabei fadenscheinig, meinen die Experten. Denn: In den rund zwei Stunden der Silvesternacht werden rund 15 bis 20 Prozent der Feinstaub-Belastung in den Himmel geblasen, den der gesamte Verkehr in einem Jahr produziert. (rfi)

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