0:1! Rapid muss sich am Sonntag in der vorletzten Bundesligarunde Salzburg geschlagen geben. Die Hütteldorfer lassen große Chancen auf einen Punkt liegen, verlieren damit Platz 3. Diesen schnappt sich ausgerechnet Rivale Austria durch einen 2:1-Sieg gegen Klagenfurt.
Die Veilchen sind neuer Dritter. Dahinter lauern Rapid und Wolfsberg mit je einem Punkt Rückstand. Der Kampf um den dritten Ligarang endet nächsten Samstag in einem finalen Showdown. Die Ausgangslage ist vor allem für die Austria einfach: Gewinnen die Wiener gegen Sturm Graz, ist der dritte Platz und damit die Teilnahme an einer europäischen Gruppenphase sicher.
Sturm hat den Vizemeistertitel schon in der Tasche. Das 1:4 gegen den WAC zeigt am Sonntag, dass die letzte Spannung bei den Blackys fehlt. Darauf darf nun die Austria hoffen.
Das weiß auch Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer. Dieser trifft am Samstag in Wolfsberg gegen den direkten Tabellennachbarn, sagt bei "Sky": "Wir haben es zumindest in der eigenen Hand, vor Wolfsberg zu bleiben."
Mit einem Sieg oder Unentschieden sind die Hütteldorfer vor den Kärntnern. Abhängig vom Ergebnis am Verteilerkreis könnte es dabei aber nur um die Ränge 4 und 5 gehen. Letzterer ist undankbar: Der Fünfte muss weiter zittern, sich im Europacup-Play-off gegen einen Teilnehmer der Qualirunde behaupten.
Feldhofer: "Es ist sehr schade, dass wir es nicht mehr in der eigenen Hand haben. Es ist ein Krimi bis zum Schluss." Nachsatz: "Sturm wird sich vielleicht nicht zwei Mal so bitten lassen …" Eine klare Botschaft an die Steirer. Rapid erbittet die Hilfe des Tabellenzweiten, um sich im "Fern-Derby" um Platz 3 doch noch durchsetzen zu können. Immerhin: Feldhofer ist eine Sturm-Ikone, könnte beim einen oder anderen in Graz mit seiner Bitte Gehör finden.
Über die Niederlage gegen Salzburg sagt der Trainer, der vor dem Spiel auf gleich zwölf angeschlagene oder gesperrte Spieler verzichten musste: "Wir haben unglaubliche Motivation und Leidenschaft auf den Platz gebracht. Bitter, dass nichts rausgekommen ist. Tut mir extrem leid für alle, die ins Stadion gekommen sind. Ein bisschen ein Glück hätte auch nicht geschadet. Es klingt blöd, weil wir nichts mitgenommen haben. Aber wir brauchen uns nicht verstecken und nicht mit hängenden Köpfen durch Hütteldorf laufen."