Felix Baumgartner hält Ohrfeigen für in Ordnung

Der durch seinen Rekordsprung aus der Stratosphäre weltbekannt gewordene Extremsportler Felix Baumgartner hält Ohrfeigen für ein angemessenes Erziehungsmittel. Er sei für die "gesunde Ohrfeige, wenn's sein muss", sagte der kinderlose 44-Jährige der Illustrierten "Bunte".

Der durch weltbekannt gewordene Extremsportler Felix Baumgartner hält Ohrfeigen für ein angemessenes Erziehungsmittel. Er sei für die "gesunde Ohrfeige, wenn's sein muss", sagte der kinderlose 44-Jährige der Illustrierten "Bunte".

Dies sei bei seinem Vater nicht anders gewesen. Baumgartner wurde vergangenes Jahr rechtskräftig wegen Körperverletzung verurteilt, weil er in einem Streit schlichten wollte und dabei einen der Streithähne geschlagen hatte. Baumgartner zeigte zugleich einen gewissen Pessimismus über den Zustand der Gesellschaft. Jugendlichen etwa fehle der Respekt vor Älteren.

"Nicht mal für eine schwangere Frau stehen die im Bus auf." Zudem fehle der jungen Generation der Mut zum Risiko. "Keiner traut sich mehr, was zu sagen, geschweige denn zu riskieren." Die Menschen wachten in der Früh bereits mit einem schlechten Gewissen auf. "Ich vermisse den Mut und die Hartnäckigkeit, die zum Ziel führen."

Kinder- und Jugendanwaltschaft empört

Empört zeigte sich am Donnerstag die Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien in einem offenen Brief. "Wie leider viele andere Erwachsene auch versuchen Sie diese Gewalt, die Ihnen als Kind zugefügt wurde, zu bagatellisieren", hieß es im Text. Gewalt an Kindern sei seit 1989 in Österreich gesetzlich komplett verboten. Außerdem geben 55 Prozent der 16-20 Jährigen laut einer Studie an, körperliche Gewalt in ihrer Kindheit und Jugend erlebt zu haben.

red/APA

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