Die Enttäuschung ist riesig. Manuel Feller geht am Sonntag als Führender in die Entscheidung des letzten WM-Rennens von Courchevel. Der Tiroler verbremst den zweiten Durchgang des Slaloms, fällt vom ersten auf den siebenten Rang zurück. Österreich beendet die WM ohne Gold, Feller ohne Medaille.
Danach gibt sich Feller selbstkritisch. Mehr als das.
Feller ist am Boden zerstört: "Das ist jetzt mein weiß-nicht-wievieltes Großereignis und bis auf einmal habe ich eigentlich alles versemmelt. Es liegt definitiv an mir, dass es nicht funktioniert hat."
Der 30-Jährige wählt nach der vergebenen Chance harte Worte, die seine Fans in Sorge versetzen könnten. Feller weiter: "Es tut schon schiach, wenn man den Siebener sieht. Immer noch besser als ein vierter oder fünfter Platz, wenn du siehst, es ist knapp. Das muss man erst ein bisschen verarbeiten.
Über seinen Sturz im Einfahren, den Start unter Schmerzmittel, sagt der ÖSV-Star: "Am Start waren schon grausliche Schmerzen, muss ich sagen. Aber man hat, glaube ich, gesehen, dass es mich null einschränkt. Adrenalin ist immer noch das beste Schmerzmittel. Daher ist es definitiv keine Ausrede."
Feller ortet mentale Probleme: "Ich bin in Schladming zur Halbzeit Zweiter gewesen, war in Kitzbühel Erster und habe es nie so runtergebracht, wie ich es wollte oder wie ich es könnte. Schlussendlich wäre definitiv mehr drinnen gewesen. Es liegt an mir, dass man das verbessert."