Im Streit zwischen Collien Fernandes und ihrem Ex-Mann Christian Ulmen gibt es neue Entwicklungen. Das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg hatte dem "Spiegel" am 22. Juni untersagt, den Verdacht zu erwecken, Ulmen habe Deepfake-Videos von Fernandes hergestellt oder verbreitet.
Ulmens Anwälte bezeichneten die Folgeberichterstattung nach dem Spiegel-Artikel als "unverhältnismäßig" und "an Hysterie grenzend". Daraufhin meldete sich nun auch die Schauspielerin und Moderatorin zu Wort.
Wie rtl.de berichtet, reagierte Fernandes mit Unverständnis auf diese Erklärung. "Sowohl die Berichterstattung als auch die öffentliche, hitzig geführte Diskussion um digitale sexualisierte Gewalt sind logische Folgen der von Herrn Ulmen unstreitig begangenen Taten", wird sie in einer Mitteilung ihrer Anwälte zitiert.
Die 44-Jährige betonte, dass die Wortwahl von Ulmens Seite zeige, "dass es nach wie vor keine Tateinsicht zu geben scheint". Laut ihrer Anwälte habe der Pressesenat festgestellt, "dass jeder einzelne Vorwurf, den unsere Mandantin öffentlich gegenüber Herrn Ulmen erhoben hat, zulässig, teils sogar unstreitig ist".
Laut Oberlandesgericht habe Ulmen "unstreitig pornografische Videos und Fotos von Frauen, die unserer Mandantin ähnlich sehen, unter ihrem Namen verbreitet". Auch das Verschicken von Deepfake-Fotos sei für das Gericht unstreitig.
Parallel läuft ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen den 50-jährigen Schauspieler. Die Staatsanwaltschaft Potsdam hatte nach einer Anzeige von Fernandes Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Körperverletzung im Rahmen häuslicher Gewalt eingeleitet. Das Verfahren befindet sich noch im Anfangsstadium.
Für Christian Ulmen gilt bis zu einem rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung. Der "Spiegel" darf laut Gerichtsbeschluss über die "weiteren Kernvorwürfe digitaler und sexualisierter Gewalt" weiterhin berichten.