Ex wollte ihr Stillschweigen

Fernandes: "Fühlte mich wahnsinnig einsam und allein"

Die Schauspielerin wirft ihrem Ex-Mann Christian Ulmen vor, sie "virtuell vergewaltigt" zu haben. So geht es ihr drei Monate nach Veröffentlichung.
Heute Entertainment
13.05.2026, 12:08
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Mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen, hat Collien Fernandes nicht nur Mitgefühl und Applaus für ihren Mut eingebracht. Die Schauspielerin wurde danach auch zur Zielscheibe von Hass und digitaler Gewalt, die sie ihrem Ex-Mann Christian Ulmen vorwirft. Er habe sie "virtuell vergewaltigt", weil er über Fake-Profile mit ihrem Namen Männer angeschrieben und ihnen Deepfake-Pornos geschickt haben soll.

In einem Interview mit dem "Stern" blickt die 44-Jährige nun zurück auf die letzten sieben Wochen, die alles von ihr forderten. "Erst nach 15 Jahren Beziehung habe ich die Abgründe des Mannes, mit dem ich zusammen war, so richtig kennengelernt. Wie lange soll ich denn jemanden daten, um ihm wirklich zu trauen? 20 Jahre?", fragt sie sich.

Hasskommentare: "Leute wollen, dass ich 'den Küblböck mache'

Ihr Ex-Mann gebe sich kein bisschen reumütig, im Gegenteil. "So wie der Täter jetzt agiert, zeigt er mir, dass ihn kein schlechtes Gewissen plagt, er sich nicht schuldig fühlt", bedauert Fernandes. Derzeit dreht sie auf Mauritius eine neue Folge der ORF-Serie "Das Traumschiff", doch statt das schöne Umfeld genießen zu können, bekommt sie Hassnachrichten, manche wünschen ihr sogar den Tod.

"Da schreiben Leute über mich, dass ich hoffentlich 'den Küblböck mache', wenn ich jetzt schon auf dem Schiff sei. Oder: 'Ich hoffe, dass sie runterfällt.' Solche Hasskommentare kamen erst, als von der Gegenseite Falschbehauptungen kolportiert wurden und Statements, die ganz bewusst missverständlich formuliert waren", macht sie deutlich.

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"Schwierig, den Vater des eigenen Kindes anzuzeigen"

Fernandes hält fest, dass sie den Gang an die Öffentlichkeit auch für ihre gemeinsame Tochter machen musste. "Natürlich ist es wahnsinnig schwierig, den Vater des eigenen Kindes anzuzeigen, deshalb entscheiden sich ja auch viele Frauen dagegen. Und natürlich habe ich auch lange darüber nachgedacht. Aber was wäre das für ein Signal an meine Tochter, gewesen, hätte ich es nicht getan?", wird sie ernst.

Man muss sich jedenfalls wappnen und auf alles gefasst sein, wenn man diesen Schritt geht. "Ich weiß nicht, ob ich einer Frau, die mich um Rat bittet, nach meinen Erfahrungen sagen würde: zeig ihn an!" Trotzdem überwiegt die Erleichterung bei der 44-Jährigen. "Mein Ex-Mann hatte mir, als wir noch zusammen waren, verboten, mit Freundinnen darüber zu reden. Und ich habe mich daran gehalten. Was mich sehr belastet hat, war, nicht zu wissen, wer die Männer sind. Ich fühlte mich in dieser Zeit wahnsinnig einsam und alleine."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 13.05.2026, 12:16, 13.05.2026, 12:08
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