In den kommenden Jahren könnte das Starterfeld in der Formel 1 anders aussehen als gewohnt. Dieser Tage prüfen Porsche und Audi den Einstieg in die Königsklasse des Motorsports.
Darauf angesprochen, bezieht Ferrari-Teamchef Mattia Binotto deutlich Stellung: "Wir wären sehr glücklich, wenn Audi und Porsche in die Formel 1 eintreten würden. Es wäre super für den Sport und super für den ganzen Formel-1-Zirkus."
Er stellt mit Ferrari aktuell den besten Motor und das stärkste Team. Nach den ersten drei Saisonrennen führt Binottos Schützling Charles Leclerc mit zwei Rennsiegen die Weltmeisterschaft klar an.
Mercedes ist entthront. Nur Red Bull kann mit der Geschwindigkeit der Scuderia aktuell mithalten, hat aber ein Problem mit der Standfestigkeit. Weltmeister Max Verstappen hat schon zwei Ausfälle wegen technischer Gebrechen zu Buche stehen.
Während bei der Konkurrenz die Köpfe rauchen, versucht wird, die Lücke zu Ferrari zu schließen, tüftelt der italienische Rennstall schon im Hinblick auf die kommenden Jahre. Allerdings gibt es Fragezeichen. Erst im Juni wird über die Motorenregelung ab 2026 abgestimmt. Binotto über die richtungsweisende Entscheidung der Rennklasse: "Wir haben nicht mehr viel Zeit und es gibt noch viel zu klären. Sowohl auf finanzieller als auch auf technischer Seite sind die Regeln einfach unklar, bis Juni müssen wir noch einiges diskutieren."
Ein wichtiger Punkt der Diskussionen: Die Kosten für die kommenden Motoren soll bis 2026 im Vergleich zum Ist-Zustand halbiert werden. Das würde wiederum den Formel-1-Einstieg leistbarer und deutlich attraktiver machen. Auch für Audi und Porsche.