Lewis Hamilton zu Ferrari? Der berühmteste Rennfahrer der Welt im berühmtesten Auto der Welt? Kurz vor dem Glamour-Rennen in Monaco (Sonntag, 15.00 Uhr) sorgen die wilden Spekulationen um einen möglichen Transfercoup wieder einmal für Aufregung.
Laut der Daily Mail könnte Hamilton, dessen Vertrag bei Mercedes nach der Saison ausläuft, bei Ferrari 46 Millionen Euro verdienen – in einem Jahr. Der Rekordweltmeister soll demnach sogar schon in Kontakt mit Ferrari-Aufsichtsratschef John Elkann stehen.
"Hamilton, rote Versuchung", titelte die Gazzetta dello Sport am Dienstag und schrieb weiter: "Hamiltons Verpflichtung könnte die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von den unzulänglichen Resultaten Maranellos in der Formel 1 ablenken."
Denn: In der Königsklasse läuft für die Scuderia weiter nichts zusammen, Ferrari liegt am Boden, seit fast 16 Jahren warten die Tifosi auf den WM-Titel. Und auch in der laufenden Saison werden Charles Leclerc und Carlos Sainz (beide Verträge laufen bis Ende 2024) wieder abgehängt. Nur Hamilton mit all seiner Erfahrung und all seinen Fähigkeiten könnte Ferrari wieder an die Spitze führen, denken sie sich offenbar in Italien.
Gerüchte um Hamilton und Ferrari gab es in den vergangenen Jahren immer wieder; und jeder Rennfahrer der Welt träumt ja mal mehr oder weniger stark davon, das legendäre rote Auto zu fahren. Aber der 38-Jährige betonte zuletzt erneut, dass er seine Karriere bei Mercedes beenden will. "Ich fühle mich hier zu Hause, es ist meine Familie", sagte Hamilton, der seine elfte Saison im Silberpfeil bestreitet und sechs seiner sieben WM-Titel mit dem Team holte: "Ich sehe mich bis zu meinen letzten Tagen bei Mercedes, wenn ich ehrlich bin."
Und auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff gibt sich in den laufenden Gesprächen über eine Vertragsverlängerung mit seinem Superstar ganz cool. "Diese Gerüchte tauchen alle zwei Jahre, wenn wir einen neuen Vertrag machen müssen, auf. Aber nichts von alldem stimmt. Wir diskutieren ganz normal, ohne jeden Zeitdruck", sagte der Österreicher: "Ich bin fix davon überzeugt, dass wir zusammen finden, da gibt es für mich keinen Millimeter Zweifel."
(SID)