Ferrari-Triumph in Australien! Charles Leclerc feiert einen Start-Ziel-Sieg in "Down Under". Der Monegasse fährt einen ungefährdeten Sieg ein, während sein Kollege Carlos Sainz sein Rennen wegwirft, Red-Bull-Rivale Max Verstappen mit einem Motorschaden ausscheidet.
Mit seinem zweiten Saisonsieg baut Leclerc seinen Vorsprung in der Formel-1-WM aus, liegt schon jetzt 33 Punkte vor George Russell im Mercedes. Es ist sein vierter Karrieresieg. Zudem sichert sich Leclerc den Extrapunkt für die schnellste Rennrunde.
Am Sonntag siegt Leclerc vor Sergio Perez im Red Bull und den beiden Mercedes von Russell und Lewis Hamilton.
Der Bolide von Weltmeister Verstappen geht in der zweiten Rennhälfte in Flammen auf. Der Niederländer scheidet wie schon beim Auftakt in Bahrain aufgrund eines technischen Gebrechens aus. Er liegt zu diesem Zeitpunkt an der zweiten Stelle.
Ferrari-Star Sainz verpatzte am Samstag schon sein Qualifying. Am Sonntag misslingt ihm der Start, er fällt von Rang 9 an die 14. Stelle zurück, ehe er nach einem Eigenfehler im Kiesbett landet und sein Rennen damit schon in der zweiten Rennrunde wegwirft.
Der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel landet Mitte des Rennens durch einen Fahrfehler in der Mauer. Der Deutsche bleibt unverletzt. Sein Rennstall Aston Martin ist nach drei Rennen allerdings der letzte verbliebene im Feld, der heuer noch ohne Punkte dasteht.
Leclerc: "Das war das erste Mal, wo wir den Vorsprung wirklich kontrollieren konnten. Ich habe natürlich einen guten Job gemacht, aber das wäre ohne dieses Auto nicht möglich gewesen. Wir haben erst das dritte Rennen. Jetzt an die WM zu denken, ist schwierig. Aber wir haben ein starkes Auto. Wenn das so weitergeht, haben wir wirklich Titelchancen. Nach den letzten zwei Jahren tut das wirklich gut."
Perez: "Es ist ein gutes Resultat. Leider haben wir Max verloren. Aber ein Podium für das Team."
Russell: "Ich hatte ein bisschen Glück, habe vom Pech anderer profitiert. Aber es ist der Lohn für die harte Arbeit. Wir kämpfen. Wir arbeiten weiter und werden wieder vorne sein. Wir entwickeln natürlich."
Verstappen: "Probleme am Auto, aber ich habe keine Ahnung, was passiert ist. Das wird analysiert. Wieder ein Ausfall ist natürlich schlecht für die Meisterschaft. Schlechtes Wochenende. Bis jetzt gibt es kein Zeichen, dass es bis Imola besser wird. Das ist schade. Ich hatte heute viel zu viel Graining. Das ist ein Thema für uns mit dem neuen Asphalt. Sie sind schnell, gut auf den Reifen und haben keine Probleme (Ferrari, Anm.). Was soll ich machen."
Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko: "Es gab wieder einmal im Benzinsystem, dieses Mal ein Leck, es ist Benzin ausgetreten. Wir haben ihm gesagt, er soll so schnell wie möglich stehen bleiben, wo ein Feuerlöscher ist. Zum zweiten Mal nicht ins Ziel zu kommen … wir sind schon 46 Punkte hinten. Wir hatten eines der stärksten Grainings im Feld. Ferrari war eine Liga für sich, Gratulation."
"In Bahrain ist kein Benzin zum Motor gekommen. Dieses Mal ist Benzin auch nach außen gekommen. Dieses Maß an Benzin, das ausgetreten ist, das muss etwas Gravierendes gewesen sein."
"Wir hatten Hydraulikprobleme. Das ist aber nach dem Qualifying behoben worden. Das war aus dem Blauen hinaus. Max hat auch Flüssigkeit gespürt. Das war eine kritisch gefährliche Situation. Stehen zu bleiben war die einzige Möglichkeit."
"Mangelnde Zuverlässigkeit. Zwei technische Ausfälle hatten wir im ganzen letzten Jahr nicht. Aber auch der Rückstand auf Ferrari alarmierend. Für uns schwere Aufgabe. Wir sind nicht in der Lage, so schnell und leicht ins richtige Reifenfenster zu kommen wie Ferrari. Wir sind deutlich schwerer als Ferrari, fast zehn Kilo. Es ist eine Summe von Aufgaben. Aber, ich erinnere mich, mit Vettel waren wir mal 60 Punkte hinten, sind noch Weltmeister geworden. Also aufgeben tun wir noch nicht."