Nach genau einer halben Stunde verlor der Spanier seinen SF23 im Nieselregen. Beim Einlenken in der Kurve eins brach auf der regennassen Piste das Heck des Ferrari aus. Sainz konnte seinen Boliden nicht mehr abfangen.
Der Spanier krachte wuchtig in die Streckenbegrenzung, sein Auto wurde dann zurück auf eine Asphaltauslauffläche gedrückt. An ein Weiterfahren war nicht zu denken, denn die gesamte Nase des "roten Renners" war abgebrochen.
Die Rennleitung stoppte sofort das Regen-Training, um den Ferrari zu bergen. Nach rund neun Minuten konnte die Strecke wieder freigegeben werden. Sainz blieb augenscheinlich unverletzt, entschuldigte sich sofort nach dem Einschlag bei seinem Team für den Unfall. Zum Zeitpunkt des Crashes lag der Spanier auf dem guten zweiten Rang, belegte am Ende Platz fünf (+1,659).
Doppel-Weltmeister Max Verstappen hat derweil zurückgeschlagen. Der Red-Bull-Star fuhr nach einem durchwachsenen Freitag im Nieselregen mit 1:23,106 die klare Bestzeit, hatte 0,291 Sekunden Vorsprung auf Sainz-Teamkollegen Charles Leclerc. Und das, obwohl der Niederländer über Probleme beim Runterschalten klagte. Aston-Martin-Pilot Fernando Alonso stellte die drittbeste Zeit auf (+1,377). Starkregen verhinderte in der Schlussphase der Session schnellere Rundenzeiten.
Überraschend stark war Kevin Magnussen im Haas mit Rang vier (+1,609), Pierre Gasly landete hinter Sainz und vor dem Lokalmatador Lance Stroll (+1,838) auf Rang sechs (+1,719).
Mercedes tat sich derweil wiederholt im Regen schwer. Siebenfach-Weltmeister Lewis Hamilton wurde Zehnter (+1,981), George Russell gar nur 15. (+2,329).