Zu Beginn der Saison fuhr Charles Leclerc in der roten Göttin noch alles in Grund und Boden. Nach dem Saison-Finish in Abu Dhabi fehlten auf Red Bull Racing satte 205 Punkte in der Konstrukteurswertung. Leclerc blieb nur der Vize-Weltmeistertitel hinter dem überlegenen Max Verstappen.
Immer wieder leistete sich Ferrari haarsträubende Fehler bei der Rennstrategie. Doch nun verrät der schwer angezählte Teamchef Mattia Binotto einen weiteren Grund, warum man wieder mit leeren Händen dasteht.
In Spanien und Aserbaidschan ging der Motor von Leclerc hoch, in Österreich brannte Carlos Sainz lichterloh. So musste man in Maranello reagieren und setzte auf mehr Standfestigkeit statt Power.
"Wir mussten Leistung zurückfahren, um auf der sicheren Seite zu bleiben", verrät Binotto. Aus Angst vor weiteren Motorschäden hat man also die Motorleistung gedrosselt.
Ferrari will über den Winter die Hausaufgaben erledigen. Binotto sagt in der Speedweek: "Wir arbeiten an der Zuverlässigkeit des Autos. Denn wenn wir uns die ganze Saison anschauen, dann waren wir auf diesem Gebiet nicht gut genug. Der zweite Punkt ist der Speed im Rennen. Im Qualifying haben wir oft glänzen können, aber dann ist es uns nicht gelungen, dieses Tempo ins Rennen mitzunehmen."