Ferrari wird in Spielberg zur Lachnummer der Formel 1

Ferrari zeigt die Rücklichter, nur sieht sie kaum jemand.
Ferrari zeigt die Rücklichter, nur sieht sie kaum jemand.gepa-pictures.com
Bei Ferrari hängt der Haussegen schief. Boss Mattia Binotto schießt vor dem Grand Prix der Steiermark scharf gegen sein eigenes Team.

16 Mal Konstrukteurs-Weltmeister, 15 Fahrer-Titel, 238 Rennsiege – der Trophäenschrank von Ferrari ist prall gefüllt. Dass in absehbarer Zeit weitere Pokale den Weg in die Vitrine finden, gilt als unwahrscheinlich. Einfacher Grund: das Auto ist zu langsam.

Im Qualifying für den Grand Prix der Steiermark ("Heute" tickert ab 15 Uhr live) schied Charles Leclerc bereits frühzeitig aus, belegte nur Rang elf. Weil der Monegasse auf der Strecke Daniil Kwjat im Toro Rosso behinderte, wurde er später um weitere drei Positionen nach hinten gereiht. Sprich: Er geht von Startplatz 14 ins Rennen.

Nur unwesentlich besser erging es Sebastian Vettel (D), der bekanntlich keinen neuen Vertrag bei Ferrari bekommt. Der 33-Jährige wurde Zehnter.

"Stoppuhr lügt niemals"

Ferrari-Boss Mattia Binotto verliert zusehends die Nerven. "Wir müssen akzeptieren, dass die Stoppuhr niemals lügt", resigniert er in einer offiziellen Aussendung. "In zwei Qualifying-Sessions waren wir trotz unterschiedlicher Bedingungen nicht konkurrenzfähig. Nicht nur gegen die, die in den letzten Jahren unsere größten Rivalen waren, sondern auch gegen andere, die eigentlich hinter uns standen."

Ein klares Eingeständnis, dass der Bolide im derzeitigen Zustand nicht konkurrenzfähig ist. "Wir haben sehr hart gearbeitet, um Updates schneller ans Auto zu bringen als geplant, aber sie haben ihren Wert auf der Strecke nicht bewiesen. Wir müssen herausfinden, warum – und diesen Zustand ändern, der für ein Team mit dem Namen Ferrari nicht gut genug ist. Wir dürfen uns nicht verrückt machen, aber wir können die Fakten nicht ignorieren."

Ab 15.10 Uhr kann Ferrari beweisen, dass es besser als der momentane Ruf ist. "Heute" tickert den Grand Prix der Steiermark live.

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