Was als unvergessliche Rave-Party in einer historischen Location angekündigt wurde, endete im Desaster: 3000 Feierwütige strömten am Samstagabend auf das Gelände des ehemaligen "Playcastles" in Seefeld, Tirol. Die Behörde hatte jedoch nur 1500 Besucher genehmigt. Als die Situation eskalierte, zog die Gemeinde Seefeld die Notbremse – das Event wurde gegen 23 Uhr abgebrochen.
In einem Statement auf Instagram erklärte der Veranstalter: "Leider mussten wir das Event vorzeitig abbrechen. Der Grund hierfür war, dass sich zu viele Personen über oder direkt auf der Bundesstraße bewegt haben, was insbesondere in der Nacht ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellte." Ein fataler Fehler, denn der versprochene Shuttle-Service blieb aus, und viele Gäste machten sich zu Fuß auf den Weg zum Festivalgelände.
Wie sich herausstellte, verschafften sich viele Besucher über Waldwege oder Hinterstraßen Zutritt zum Gelände, da das Event ausverkauft war. Dies führte zu einer gefährlichen Überfüllung. "Aufgrund dieser Gefährdungslage mussten wir auf Anweisung das Event beenden", so die Veranstalter weiter. Auch die Security war überfordert und scannte keine Tickets mehr, was das Chaos verschärfte.
Während die Veranstalter optimistisch ankündigen, dass das Rave-Event im nächsten Jahr sogar über drei Tage gehen soll, ist Bürgermeisterin Andrea Neuner deutlich skeptischer. Sie stellte gegenüber der "Kleinen Zeitung" klar: "Dieser Veranstalter bekommt von mir sicher keinen positiven Bescheid mehr, solange ich Bürgermeisterin bin." Die wiederholten Verstöße gegen Sicherheitsauflagen und das völlige Chaos der diesjährigen Veranstaltung hinterlassen tiefe Zweifel, ob der Veranstalter die nötigen Maßnahmen für 2025 tatsächlich umsetzen kann.
Die Konsequenzen, die aus diesem Jahr gezogen werden müssen, sind gravierend. Neben der Gefahr für die Besucher, die auf offener Straße unterwegs waren, und den Problemen mit der Überfüllung des Geländes, steht die Frage im Raum, ob die Verantwortlichen aus den Fehlern lernen und ernsthafte Verbesserungen vornehmen können. Mit der strikten Haltung der Bürgermeisterin und den rechtlichen Folgen, die auf den Veranstalter zukommen, steht ein großes Fragezeichen über dem geplanten "Rave im Schloss" 2025.
Ob die angekündigten Änderungen und Entschädigungen ausreichen werden, um das Vertrauen der Gemeinde und der Behörden zurückzugewinnen, bleibt ungewiss. Die Wahrscheinlichkeit, dass es erneut zu einem behördlichen Stopp kommen könnte, ist angesichts der Ereignisse nicht gering. Was sicher ist: Ohne drastische Änderungen und die Zustimmung der Gemeinde, wird es keinen weiteren "Rave im Schloss" geben.