In Hünenberg in der Schweiz rückte die Feuerwehr aus, um eine Entenfamilie von einem Dach im Bösch-Areal zu retten. Der bereits aufgebotene Wildhüter hatte sie um Hilfe gebeten. Bei dem Einsatz am Donnerstag wurden die Feuerwehrleute von Rettenden zu Geretteten, wie auf der Seite der Feuerwehr nachzulesen ist. Sie blieben auf ihrem Weg zum Dach im Lift stecken und mussten selber geborgen werden. Sie schweigen den Vorfall aber nicht tot und tun so, als wäre es nie passiert. Stattdessen nehmen sie ihn zum Anlass, die Bevölkerung vor der Benutzung von Liften im Brandfall zu warnen. Sie selber hätten ihre Lektion gelernt.
Die Feuerwehr wollte am Dach zusätzliche Sicherungsarbeiten für die Bergung der Entenküken bereitstellen. Als die Feuerwehrleute in den Lift stiegen, um zum Dach zu kommen, sagte dieser nein. Weil sie mit ihrer Ausrüstung mehr als eine Durchschnittsperson wiegen, errechnete der Lift fälschlicherweise, dass zu viele Personen in der Kabine sind und blockierte sie zwischen zwei Stockwerken, heißt es im Bericht.
Der später eingetroffene Kommandant holte seine Leute aus der misslichen Lage und die Entenrettung konnte fortgesetzt werden. Der Wildhüter konnte dann, korrekt von der Feuerwehr gesichert, die Entenfamilie vom Rand des Dachs bergen, um sie umzusiedeln.
„"Künftig werden Lifte auch bei noch so routinemäßigen Einsätzen gemieden".“
"Im Brandfall kann ein Lift schnell zur gefährlichen Falle werden", schreibt die Feuerwehr. Zum Glück brannte es in diesem Fall nicht und die Feuerwehrleute können jetzt darüber lachen. Darum warnt die Feuerwehr davor, in einem Notfall den Lift zu benutzen. Wenn er überladen ist oder der Strom ausfällt, steckt man im schlimmsten Fall hilflos in einem brennenden Gebäude fest. Für die Hünenberger Feuerwehr ist klar: "Künftig werden Lifte auch bei noch so routinemäßigen Einsätzen gemieden".