Oberösterreich

Feuerwehr-Einsatz – hochgiftiger Stoff bei Kindergarten

Gift-Alarm in Marchtrenk: Am Freitag stand die Feuerwehr wieder im Einsatz. Schon am Donnerstag musste sie wegen eines ätzenden Geruchs ausrücken.
Peter Reidinger
13.01.2023, 14:39
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Schon am Freitag schlugen Mitarbeiter der Gemeinde Marchtrenk Alarm. Aus einem Kanal stank es, auch zu sehen waren die Dämpfe. 

Die Polizei berichtet: "Von der alarmierten Feuerwehr konnte eine hohe Konzentration nachgewiesen werden. Der Stoff war geruchlich und optisch aus dem betroffenen Kanal heraus wahrnehmbar".

Laut ersten Untersuchungen hat es sich um hochgiftigen Schwefelwasserstoff gehandelt. Zwei Mitarbeiter mussten mit leichten Halsschmerzen ins Spital. Die Anrainer in einem Radius von 100 Metern wurden zur Sicherheit evakuiert. 

Die BH Wels-Land schickte zwei Mitarbeiter des Landes Oberösterreich, um die Ursache zu finden. Bei neuerlichen Messungen wurde dann aber keine erhöhte Konzentration mehr festgestellt. Am Nachmittag wurde die Sperre wieder aufgehoben. 

Am Freitag gab es dann erneut Alarm in unmittelbarer Umgebung. Bei einem Kindergarten stank es wieder nach Schwefelwasserstoff. Die Feuerwehr musste erneut anrücken. Mehrere Kanalschächte im Bereich eines Kindergartens, als auch im Kreuzungsbereich wurden danach gemessen. Eine gefährliche Konzentration konnte allerdings nicht nachgewiesen werden. Es dürfte sich aber auch diesmal um den bereits am Vortag festgestellten Schwefelwasserstoff gehandelt haben.

Die Weißkirchner Straße war kurzzeitig erschwert passierbar. Die Behörden suchen weiter nach der Ursache.

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