Die Badner Feuerwehrleute haben in den letzten Jahren wirklich schon vieles in ihrem täglichen Einsatzalltag erlebt, aber dieser Einsatz war sogar für manch alten Hasen etwas Neues. Ein Igel war in einer Mauerspalte steckengeblieben und schrie um Hilfe.
Dienstagfrüh gegen 3.00 Uhr wurde eine Anwohnerin durch lautes Tiergeschrei aus dem Schlaf gerissen. Nachdem die Tierschreie nicht aufhörten, fasste sie sich ein Herz und begab sich hinaus in die Nacht um nach der Ursache zu suchen.
Nach kurzer Suche wurde sie fündig: Ein Igel war augenscheinlich beim Versuch durch einen Mauerspalt zu schlüpfen, in der nicht verkleideten Wärmeisolierung eines Mauerspaltes steckengeblieben und konnte weder vor noch zurück.
Mittels Brech- und Schneidwerkzeugen konnte die Styropor- und Hartschaumplatten und der Putz der Fassadendämmung so weit geöffnet werden, dass der Igel aus seiner misslichen Lage befreit werden konnte. Dieses erfolgte natürlich in langsamen Schritten um den sicherlich verängstigten Igel nicht zu verletzten.
Igel war Rettungsaktion peinlich
Schlussendlich konnte der Igel dann nach über einer halben Stunde aus seiner Zwangslage befreit werden. Vor seinen Rettern dürfte es ihm aber so unangenehm gewesen sein, dass er sich komplett einrollte und nicht sein Gesicht zeigen wollte. Kurzerhand wurde der verschreckte aber unverletzte Igel auch dann gleich wieder in einem Grünbereich wieder in seine natürliche Freiheit ausgesetzt.