Ein 30-Jähriger fuhr am Karfreitag mit einem Veteranenfahrzeug einer Feuerwehr zu einer Kreuzung in Rapperswil-Jona im Schweizer Kanton St. Gallen. Um den Passanten dort eine Freude zu machen, schaltete er für wenige Sekunden das Blaulicht sowie die Sirene an.
Damit hat er wohl den Ausflüglern eine Freude gemacht, seinem Konto aber weniger. Denn der Feuerwehrmann wurde kürzlich von der Staatsanwaltschaft wegen missbräuchlicher Verwendung von Blaulicht und Sirene per Strafbefehl verurteilt. Er muss demnach eine Buße von insgesamt 650 Franken – umgerechnet 655 Euro – bezahlen.
"Ich finde das sehr bünzlig [spießig, Anm.]", sagt der Feuerwehrmann zur Pendlerzeitung "20 Minuten". "Für einmal Tatütataaa muss ich 650 Franken bezahlen." Die Leute seien neben der Straße gestanden, hätten gewunken und mit den Handys gefilmt. Da habe er ihnen eben eine Freude machen wollen.
"Blöderweise stand gleich um die Ecke ein Polizist", klagt der Verurteilte. "Dieser sprang wie Superman auf die Straße." Er habe darauf eine Vollbremsung einleiten müssen. Anschließend sei eine 50-minütige Kontrolle des Veteranenfahrzeugs erfolgt.
Die Buße tue ihm als Familienvater weh. Er werde sie aber bezahlen und das Ganze danach vergessen.