Der Mega-Crash von Oliver Bearman in Suzuka hat die Formel 1 erschüttert – jetzt äußert sich die FIA ausführlich zu dem Crash – der durchaus schlimmer hätte ausgehen können. Doch trotz klarer Worte bleibt der Weltverband bei möglichen Regeländerungen noch auf der Bremse.
Im Fokus steht seit den Regeländerungen zur aktuellen Saison vor allem das Problem der enormen Geschwindigkeitsunterschiede durch das neue Energie-Management. Die FIA greift genau diesen Punkt nun in ihrem Statement auf. "Nach dem Unfall von Oliver Bearman beim Großen Preis von Japan und der Rolle der hohen Annäherungsgeschwindigkeiten möchte die FIA folgende Klarstellungen geben", heißt es einleitend.
Der Verband betont, dass die neuen Regeln für 2026 von Beginn an gemeinsam mit allen Beteiligten entwickelt wurden: "Seit ihrer Einführung waren diese Regularien Gegenstand laufender Diskussionen zwischen FIA, Teams, Motorenherstellern, Fahrern und der Formel-1-Organisation."
Heißt konkret: Die FIA sieht sich aktuell noch in einer Testphase. Änderungen sind möglich – aber erst nach genauer Analyse. "Es war stets die Position aller Beteiligten, dass nach der Anfangsphase der Saison eine strukturierte Überprüfung stattfinden soll, um ausreichend Daten zu sammeln und auszuwerten."
Deshalb stehen bereits die nächsten Schritte fest: "Mehrere Meetings im April sind angesetzt, um die Funktionsweise der neuen Regeln zu bewerten und festzustellen, ob Anpassungen notwendig sind." Schnelle Lösungen wird es aber nicht geben. Die FIA macht klar: "Mögliche Anpassungen, insbesondere beim Energie-Management, erfordern sorgfältige Simulationen und detaillierte Analysen."
Und weiter: "Die FIA wird weiterhin eng und konstruktiv mit allen Beteiligten zusammenarbeiten, um das bestmögliche Ergebnis für den Sport zu erzielen – Sicherheit bleibt dabei ein zentrales Element." Konkrete Änderungen? Fehlanzeige. "Zum jetzigen Zeitpunkt wäre jede Spekulation über mögliche Maßnahmen verfrüht", stellt der Verband klar.