Druck steigt

FIFA-Krisengipfel! Jetzt kommt der Infantino-Showdown

Der Druck auf Gianni Infantino steigt weiter. Nun soll der FIFA-Präsident die Verbandsspitze zu einer Krisensitzung einberufen haben.
Sport Heute
04.08.2026, 23:08
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FIFA-Präsident Gianni Infantino hat offenbar hochrangige Mitarbeiter des Fußball-Weltverbandes zu einer Krisensitzung in die marokkanische Hauptstadt Rabat einberufen. Dies berichteten die Times und Sky UK am Dienstagabend. Das Treffen im Co-Gastgeberland der WM 2030, in dem sich Infantino derzeit aufhält, soll demnach am Mittwoch stattfinden.

Der Druck auf den 56 Jahre alten Schweizer hat in der vergangenen Woche und spätestens seit dem Scheitern des von ihm anvisierten Investorendeals rapide zugenommen. Am Dienstagmittag erst distanzierten sich FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström und FIFA-Direktor Arsène Wenger vom einst so unantastbar scheinenden Präsidenten.

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Von Rücktritt wollte Infantino jedenfalls auch am Dienstagabend nichts wissen, in seiner Instagram-Story postete er in hoher Schlagzahl Fotos von Erinnerungen der zurückliegenden Weltmeisterschaft oder verbreitete Unterstützerschreiben einzelner Verbände.

Unterdessen behauptete Prinz Ali bin al-Hussein, der Präsident des jordanischen Fußballverbands, der Druck auf die Mitgliedsverbände, Infantino bei der Wiederwahl im kommenden Jahr zu unterstützen, komme "Erpressung gleich". Er und sein Verband hätten "ihn früher nicht unterstützt und werden das auch jetzt ganz sicher nicht tun", schrieb der Gegenkandidat Infantinos bei der FIFA-Präsidentschaftswahl 2016 bei X.

Er berichtete auch von ganz frischen, schlimmen Erfahrungen. Der jordanische Verband sei von der US-Regierung aufgrund seiner WM-Spiele in den USA mit hohen Steuern belegt worden, während Teams, die in Kanada oder Mexiko ansässig waren und dort spielten, steuerfrei geblieben seien. Auch sei zahlreichen Fans die Einreise verweigert worden.

"Wir warten seit Dezember auf die Prämienzahlungen für unsere Spieler beim Arab Cup in Katar – einer FIFA-Veranstaltung –, während sich die FIFA gleichzeitig damit brüstet, über Milliardenreserven zu verfügen", führte Prinz Ali aus. Es sei "offensichtlich", dass das eigentliche Problem des Weltverbandes "in der Führungsebene liegt".

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