Der Weltverband FIFA verschärft die Vorgaben für Frauen-Teams bei internationalen Turnieren und setzt stärker auf weibliches Personal im Trainer- und Betreuerstab.
Wie der FIFA-Rat am Donnerstag beschloss, muss künftig jede teilnehmende Nation bei Weltmeisterschaften – sowohl im Nachwuchs- als auch im Erwachsenenbereich – zumindest eine Frau im Trainerteam (als Chef- oder Co-Trainerin) sowie zwei weitere weibliche Betreuerinnen auf der Bank haben.
Die Regel tritt bereits bei den diesjährigen U17- und U20-Weltmeisterschaften in Kraft.
FIFA-Fußballchefin Jill Ellis betonte, dass es aktuell noch zu wenige Trainerinnen gebe. Es brauche zusätzliche Maßnahmen, um den Wandel zu beschleunigen, etwa durch bessere Entwicklungsmöglichkeiten und mehr Präsenz von Frauen an der Seitenlinie.
Bei der WM 2023 in Australien und Neuseeland waren nur zwölf der 32 Teams von Frauen betreut worden. Mit der neuen Vorgabe soll der Anteil weiblicher Führungskräfte im Frauenfußball künftig stärker mit dem Wachstum der Sportart Schritt halten.