30-Minuten-Halbzeit: Revolutionäre Regeln im Test

Dieser PSV-Youngster führt den "Einwurf" schon mit dem Fuß aus.
Dieser PSV-Youngster führt den "Einwurf" schon mit dem Fuß aus.imago images
Die Fifa schaut beim Nachwuchsturnier Future Football Cup genau hin. Es werden neue Regeln getestet, die den Fußball gravierend verändern könnten.

PSV Eindhoven, AZ Alkmaar, SC Heerenveen, FC Brügge und RB Leipzig nahmen am Wochenende beim Nachwuchsturnier Future of Football Cup teil. Dieses gerät nun weltweit in die Schlagzeilen.

Grund: Es wurden neue Regeln getestet.

Diese beinhalten diverse Veränderungen, die nach erfolgreichem Testen auch gravierende Auswirkungen auf den Profi-Sport haben könnten. "Wir möchten uns anschauen, was das mit den Spielen in Bezug auf Intensität und Attraktivität für Zuschauer macht", heißt es bei Red Bull, die beim Junioren-Cup involviert sind. Laut mehreren Medienberichten hat auch der Weltfußballverband Fifa ein Auge auf die getesteten Regeln geworfen.

30 Minuten pro Halbzeit – mit Zeitanhalten

Die wohl größte Veränderung ist die Spielzeit-Regel. Beim Future Football Cup wird – wie beim Handball – die Halbzeit jeweils auf exakt 30 Minuten verkürzt. Ebenfalls wird die Zeit bei Unterbrechungen angehalten, so dass das Spiel in der Praxis tatsächlich eine Stunde dauert. Das legendäre Zitat von Sepp Herberger: "Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten", wäre somit Vergangenheit.

Beliebig viele Auswechslungen

Ein Limit von drei beziehungsweise fünf Auswechslungen pro Spiel? Nicht beim Future Football Cup. Die Anzahl der Auswechslungen ist unlimitiert. Bei jeder Auswechslung wird jedoch die Zeit gestoppt, wie oben beschrieben.

Kick-In statt Einwurf?

Eine spannende Änderung wurde auch beim Einwurf ausprobiert. Wie beim Futsal wurde auf den Kick-In umgestellt. Das heißt, dass der Ball einfach vom Seitenaus per Fuß zurück ins Spiel gebracht wird oder der Spieler sogar von der Seitenlinie aus ins Feld dribbeln kann.

Dribblings beim Eckball und Freistoß

Nicht nur dem Einwurf ging es beim Future Football Cup an den Kragen. Auch bei klassischen Eckbällen und Freistößen gibt es die Dribbling-Variante. Die Spieler haben die Möglichkeit, den Ball eng am Fuß von der Eckfahne oder dem Freistoß voranzubringen, statt einen weiten Ball über das halbe Feld zu schlagen.

Gelbe Karte = 5-Minuten-Zeitstrafe

Spieler, die am Future Football Cup eine Gelbe Karte kassierten, mussten fünf Minuten auf die Bank. Eine weitere Regeländerung, die an Handball oder Eishockey erinnert. Dort gibt es schon lange Zeitstrafen für Fouls.

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