Neue Details zum Überfall auf einen Geldtransporter vor Weihnachten in Wien: Es war der größte Raub in Österreichs Kriminalgeschichte. Die Beute sollten Kinder in Not bekommen.
: Es war der größte Raub in Österreichs Kriminalgeschichte. Die Beute sollten Kinder in Not bekommen.
Dieser Fall wird garantiert verfilmt: Am Tag vor dem Fest der Liebe wurde in der Wiener Nussdorfer Straße ein Loomis-Geldtransporter überfallen. Im Wagen: vier Millionen Euro (!) zur Befüllung von Bankomaten. Motiv der Räuber war aber nicht Geldgier, sondern Nächstenliebe. Mit der Riesenbeute wollten sie Waisenkindern in Afrika helfen.
In der Hauptrolle: Gabriel E. (49), Typ: raue Schale, batzweicher Kern, bis zu einer Schussverletzung Wega-Cop, dann Sicherheitsberater, jetzt als Räuber in Haft. Im Polizeiverhör zeigte er Pläne von seinem Lebenstraum, den er wie Robin Hood finanzieren wollte: Das "Blue Sky"-Dorf in Äquatorial-Guinea, 20 Häuser und eine Schule für Kinder in Not.
Als Komplizin und Seelenverwandte (nicht Geliebte) mitgefangen: Tamara, frühere Loomis-Mitarbeiterin. Als Lohn für Insider-Tipps und Tatbegleitung sollte sie "Blue Sky" managen. Topanwalt Werner Tomanek vertritt beide Verdächtigen und weiß: "Gabriel E. hat schon oft für Menschen in Not gespendet, zum Beispiel bei Barbara Stöckl." Ziel der Verteidigung: das "achtenswerte Motiv" als Milderungsgrund.